Bosau - Auf der Spur von Bränden und rätselhaften Todesfällen

Jrgen Burmeister

ISBN: 978-3-928905-55-8
Seitenzahl: 160
Verarbeitung: Broschur, 4farbiger Umschlag
Preis: 9,90 Euro

Ein Roman um Dorf und Kirche Bosau - von wahren Begebenheiten, so geschehen, vergessen oder verschwiegen. Bosau, anno 1798: Eine Serie von rätselhaften Todesfällen in den umliegenden Dörfern verängstigen die Bewohner. Der Tod breitet sich aus, trifft Arm und Reich, Jung und Alt. Hilflosigkeit und Verzweiflung verbreiten sich. Der einfache Handelsmann Marx Buhr, führt mit seinem Gespann von Dorf zu Dorf, ermittelt und dokumentiert die Fälle. Er stößt dabei auf Unwissenheit, Zauberei, Aberglauben und geheimnisvolle Früchte. Bosau, anno 1816: Kaum hat sich die Gemeinde von den vielen Schicksalsschlägen erholt, zieht neues Unheil heran. Durch die Auswirkungen des "Franzosenkrieges" ist die Gegend geschwächt und verarmt. Nach einem ersten, harmlosen Feuer in Hutzfeld, entsteht in Bosau ein verheerender Brand, der sich zu einem Inferno entwickelt und fast das gesamte Dorf vernichtet. Der Handelsmann Marx Buhr glaubt nicht an Zufall und spürt den Geschehnissen nach. Nichts ist spannender als die Wirklichkeit!



Internetseite des Autors Jürgen Burmeister


Leseprobe
Bosau - Sonntag, den 2. September 1798
F�r einen Septembertag war es ungew�hnlich warm. Marx Buhr lehnte sich an einen dicken Lindenstamm und blickte auf den spiegelglatten See, kein k�hlendes L�ftchen kam vom Wasser herauf, kein Wind zerrte an den �sten der B�ume.
Eine beklemmende Stille lag �ber der ganzen Bucht.
Sein Blick glitt wieder zur�ck zum Hauptportal der St.-Petri-Kirche in Bosau, hier str�mten noch immer die Menschen in die Kirche, der Gottesdienst musste gleich beginnen.
Das Geschiebe und Gedr�nge wurde immer st�rker, man k�mpfte schon hier drau�en um die besten Pl�tze.
Nur wenige zeigten sich gelassen und wandelten in kleinen Gruppen auf und ab.
Marx Buhr l�ste sich von seinem Stamm, dehnte und reckte sich unauff�llig, strich seinen langen, dunklen Gehrock glatt und steuerte dann auf den Eingang der Kirche zu, er wollte nicht zu sp�t kommen.
Wie auf ein geheimes Zeichen setzten sich auch die anderen in Bewegung, wohl wissend, dass sie noch einen Platz abbekommen w�rden. Denn alle die jetzt noch in die Kirche kamen, waren Inhaber eines Kirchenstuhles.
Demonstrativ langsam gingen sie jetzt zu ihren Pl�tzen und genossen die neidvollen Blicke oder die Aufmerksamkeit der anderen Gemeindemitglieder.
Eine Prozedur die sich jeden Gottesdienst wiederholte, erst recht an wichtigen Anl�ssen. Heute war die Kirche zwar gut besucht, jeder w�rde leicht einen Platz finden, aber an wichtigen Feiertagen wurde es schon sehr eng und es kam h�ufig sogar zu handfesten Streitigkeiten um die Pl�tze.
Marx Buhr ging mit ruhigen Schritten zum alten Priegel hinauf und nahm neben seinem Schwager im Familienstuhl Platz.
Sie hatten sich schon vor der Kirche begr��t und gesagt was zu sagen war. Jetzt gab es nichts mehr zu erz�hlen und unn�tzes Gerede war beiden zuwider, darum verstanden sie sich auch so gut.
Neben seinem Schwager sa� seine Frau und tuschelte mit seiner Schwester. Sie war schon in Hutzfeld in den gro�en Wagen seines Schwagers eingestiegen, der von Hassendorf kam und seit diesem Zeitpunkt redeten die Frauen  sicherlich ununterbrochen.
Er legte seine H�nde auf die Br�stung und schaute auf die Gemeinde nieder.
Sch�n nach Weiblein und M�nnlein verteilt sa�en sie auf ihren Pl�tzen und starrten nach vorne.
Er genoss jeden Sonntag diesen Augenblick und lie� seine Blicke die Reihen entlanggleiten und registrierte jeden Besucher.
Vom Altar herunter linker Hand, sa�en die vier Kirchengeschworenen.
Zwei Pl�tze f�r die Bisch�flichen, einen f�r den K�niglichen und einen Platz f�r den Nehmter. Es gab hier so viele Kirchenjuraten, weil das Bosauer Kirchspiel sich �ber drei weltliche Herrschaftsbereiche erstreckte, den Eutiner, den Pl�ner und den Gutsbereich Nehmten.
Hier in der Kirche spielte es, oder sollte es zumindest nicht, keine Rolle  in welchem Herrschaftsbereich man lebte.
Im t�glichen Leben aber waren es zum Teil doch erhebliche Unterschiede. Der gravierendste war ohne Zweifel, dass es im Pl�ner und auch im Nehmter Gebiet noch Leibeigenschaft gab.
Marx Buhr war froh, dass er aus dem Eutiner Stift stammte, so wie die meisten Gemeindemitglieder.
Auch wenn die Unterschiede nicht mehr so gro� waren wie zu fr�heren Zeiten.
Hier sa�en sie aber alle in einer Kirche, wenn auch streng nach den einzelnen D�rfern getrennt.



Rezension vom Juni 2007 - deutsche-krimi-autoren.de
Bosau, anno 1798: Eine Serie von rätselhaften Todesfällen in den umliegenden Dörfern verängstigen die Bewohner. Der Tod breitet sich aus, trifft Arm und Reich, Jung und Alt. Hilflosigkeit und Verzweiflung verbreiten sich. Der einfach Handelsmann Marx Buhr, fährt mit seinem Gespann von Dorf zu Dorf, ermittelt und dokumentiert die Fälle. Er stößt dabei auf Unwisenehti, Zauberei, Aberglauben und geheimnisvolle Früchte.
Bosau, anno 18th: Kaum hat sich die Gemeinde von den vielen Schicksalsschlägen erholt, zieht neues Unheil heran. Durch die Auswirkungen des "Franzosenkrieges" ist die Gegend geschwächt und verarmt. Nach einem ersten, harmlosen Feuer in Hutzfeld, entsteht in Bosau ein verheerender Brand, der sich zu einem Inferno entwickelt und fast das gesamte Dorf vernichtet. Der Handelsmann Marx Buhr glaubt nicht an Zufall und spürt den Geschehnissen nach.
Anmerkung:
Der letzte Satz des Autors lautet: Nichts ist spannender als die Wirklichkeit! Dies sollte man wirklich wörtlich nehmen und sich auf knapp 160 Seiten seiner Heimat in früheren Jahren widmen. Im Anschluss an die Geschichte ist ein interessantes Glossar entstanden, dem man Begriffe wie Hufner - Bauernvogt - Kirchspiel und vieles mehr entnehmen kann. Fazit: Ein kleines, feines Stück Heimatgeschichte. Lesenswert!
Zur Geschichte:
Sept. 1798: Marx Buhr, Handelskaufmann, verheiratet, 2 erwachsene Söhne befindet sich in Bosau. Gottesdienst in der St. Petri Kirche. Neben ihm sitzt sein Schwager Hans Hinrich Timm. Bei ihm ist der Kesselflicker Jan angekommen und hat seinen Wagen in einer Scheune untergestellt. Der Pastor verliest noch ein paar Anordnungen, dann strömen die Menschen hinaus. Für Marx geht es zurück nach Hutzfeld, sein Schwager fährt nach Hassendorf. Nur eine Woche später hat sich das Leben verändert. Die Frau des Schneiders stirbt nach Magenkrämpfen und Durchfällen. 2 Kinder seiner Schwester sterben plötzlich, auch der Sohn des Radmachers, der Sohn des Bauernvogts. Liegt ein Fluch über Hassendorf? Marx Buhr versucht zu ergründen, warum plötzlich so viele Menschen sterben. Hat der Kesselflicker Jan eine Krankheit eingeschleppt, oder durch seine seltsamen Früchte verursacht? Zwischen Aberglauben und Prophezeiungen versucht Marx Buhr den wahren Grund zu ermitteln und dabei hilft ihm auch der Medikus. Aber nicht nur Hassendorf hat Tote zu beklagen, nein auch in Bosau gibt es Leid und Kummer... Jahre später kümmert sich Marx um einen verheerenden Brand...
(08.06.07) ****

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Kieler Nachrichten vom 9. Juni 2007
Spannende Ausfl�ge in die Bosauer Vergangenheit. Pl�ner Autor war �Br�nden und r�tselhaften Todesf�llen� auf der Spur. Der Pl�ner J�rgen Burmeister hat ein schauerliches St�ck Bosauer Geschichte unterhaltsam aufgearbeitet. �Bosau � Auf der Spur von Br�nden und r�tselhaften Todesf�llen� ist Titel seines ersten Buches. Die Handlung spielt im Kirchspiel Bosau um 1800: Der Handelsmann Marx Buhr f�hrt 1798 von Dorf zu Dorf, ermittelt und dokumentiert Todesf�lle. Er st��t dabei auf Unwissenheit, Zauberei, Aberglauben und geheimnisvolle Fr�chte. �hnlich bei den verheerenden Br�nden 1816: Buhr glaubt nicht an Zufall und sp�rt den Geschehnissen nach. Die Vorf�lle seien historisch belegt, wie genau sie abgelaufen sind, bleibt laut Burmeister ungewiss. Der 69-J�hrige kam der Historie schon fr�h auf die Spur: In Kiel geboren, zog die Familie nach Bosau-Hutzfeld, wo Vater Heinrich die Alte Schule zu einem Wohnhaus umbaute. Der Elektro-Ingenieur vergrub sich im wahrsten Sinne in die Geschichte des Ortes, war Lehrer, Schriftsteller, schrieb ein Theaterst�ck zur 800-Jahr-Feier und nahm den Sohn mit in seine Welt. Der war gepr�gt von Jugend an und erforschte die Geschichte der Slawen, nachdem er beim Torfstechen ein Steinbeil gefunden hatte. 1951 zogen die Burmeisters nach Pl�n, J�rgen fuhr zur See, um etwas von der Welt zu sehen, und wurde sp�ter Polizist in Rendsburg, der Stadt, wo der Vater an der Heimvolkshochschule wirkte. Nebenberuflich beteiligte sich J�rgen Burmeister an Ausgrabungen des Landesamtes f�r Vor- und Fr�hgeschichte und schrieb Artikel dar�ber. So kam er dazu, nach seinen eigenen Vorfahren zu forschen, und entdeckte im Schleswiger Landesarchiv Dokumente, die auf Ahnen in Bosau-Hassendorf hinwiesen. �Dabei stie� ich auf Bosauer Begebenheiten, stellte fest, dass meine eigene Familie auch von den Todesf�llen betroffen war, ver�nderte die Namen und erg�nzte die trockenen Daten um eine Handlung�, schildert Burmeister erste Schritte zu seinem Buch. 1993 zogen J�rgen Burmeister und seine Frau Helga nach Pl�n zur�ck. Burmeister schreibt f�r die Eutiner Jahrb�cher f�r Heimatkunde und arbeitete an der Hutzfelder und Bosauer Chronik mit. Ideen f�r ein neues Buch hat er schon: �Kirchenschatz und Teufelsgeld� soll sein historischer Roman hei�en, ein Krimi. og. Foto O. Schekahn.

Schaufenster vom 4. Juli 2007
R�tselhafte Todesf�lle und verheerende Br�nde - Historischer Roman von J�rgen Burmeister. Auf dem Bild links: J�rgen Burmeister st�bert auch nach der Ver�ffentlichung seines historischen Romans weiterhin gerne in alten Aufzeichnungen (Foto: Billhardt). �Nichts ist spannender als die Wirklichkeit�, sagt J�rgen Burmeister und hat seinen ersten, heimatgeschichtlichen Roman mit dem Titel �Bosau - Auf der Spur von Br�nden und r�tselhaften Todesf�llen� herausgebracht und sich dabei eng an historisch belegte Ereignisse gehalten. �Ich habe mich bem�ht, das Leben um 1800 so authentisch wie m�glich wiederzugeben�, so der Autor und schildert eine Epoche der St. Petri-Kirche zu Bosau und ihrer Gemeinde. J�rgen Burmeister, mittlerweile wohnhaft in Pl�n, hat einige Jahre seiner Kindheit in Hutzfeld verbracht. Er lebte mit seiner Familie in einer alten, umgebauten Schmiede und wurde selbst in Bosau getauft. Sein jetziges Buch, erschienen im Pl�ner �verlageinundsiebzig�, ist f�r ihn auch eine logische Fortsetzung der Arbeit seines Vaters. 1952, zu den Bosauer Festwochen, schrieb Heinrich Burmeister, der zumeist niederdeutsche Theaterst�cke verfasste und sp�ter beim Rundfunk in Bremen t�tig war, das Kirchspiel �Bozow - Ein Spiel um Dorf und Kirche�, aufgef�hrt auf dem Dorfplatz in Bosau. �Seit dieser Zeit habe ich mich f�r Geschichte interessiert.� Burmeister war ehrenamtlich f�r das Landesamt f�r Vor- und Fr�hgeschichte aktiv, hat an Ausgrabungen teilgenommen und Artikel dar�ber geschrieben. �Beim Torfstechen fand ich mein erstes Fundst�ck, ein altes Beil.� Neben diesem Interessensgebiet lag ihm schon immer die Heimatgeschichte sehr am Herzen, und so vertiefte er sich in alles, was mit dem Stift Eutin zu tun hatte. Er erstellte bereits Mitte der 90er Jahre ein Erdbuch des Stiftes Eutin vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Seine Aufzeichnungen erz�hlen von jedem Haus und Hof. �Das war nat�rlich ein Haufen Arbeit.� Um �ber die Familien jede Menge in Erfahrung zu bringen, w�lzte Burmeister Kirchenb�cher oder st�berte in Urkunden und Dokumenten im Schleswiger Landesarchiv. Sein geschichtliches Interesse an der Heimat f�hrte ihn schlie�lich dazu, f�r Heimatb�cher zu schreiben, auch wirkte er an einer Chronik f�r Hutzfeld mit. �Irgendwann habe ich mir dann gesagt, versuche es mal in einer anderen Form, und so war die Idee vom historischen Roman geboren�, erz�hlt Burmeister. �Das in dem Buch Beschriebene ist zumeist wirklich passiert, aber nicht immer zu den genannten Daten.� Viele der im Roman vorkommenden Personen haben tats�chlich gelebt, nur der Name wurde ge�ndert. ��hnlichkeiten w�ren also rein zuf�llig.� Burmeister schreibt �ber eine Serie von Todesf�llen, die in Bosau anno 1798, die Bewohner ver�ngstigte. Auch Zauberei und Aberglaube spielen eine Rolle. 1816 trifft die verarmte Gegend nach den �Franzosenkriegen� ein verheerender Brand, der sich zum Inferno ausweitet. �Was dabei der Realit�t und was meiner Fantasie entspringt, kann der Leser selbst herausfinden. Mir war wichtig, die �gute alte Zeit� zu betrachten und zu zeigen, wie das harte Leben vor rund zwei Jahrhunderten wirklich war. Es ist immer interessant, etwas aus der Vergangenheit zu wissen und zu lernen�, sagt J�rgen Burmeister. Der Roman ist �ber die Buchhandlungen und den �verlageinundsiebzig�, Telefon 04522-1708, erh�ltlich. MB