Nikodemus und Felizitas

Margit Huch

ISBN: 978-3-928905-38-1
Seitenzahl: 42
Verarbeitung: gebunden; 190 x 277 mm
Preis: 24,80 EUR
vergriffen!
Die aufregenden Reisen des Vogels Felizitas Flatter und seines Freundes Nikodemus, dem grünen Nashorn werden hier spannend und fantasievoll erzählt. Dazu laden die 24 hochwertigen komplett farbigen Zeichnungen der Autorin und Künstlerin Margit Huch zum Schauen, Träumen und verweilen ein.
Homepage Margit Huch


Leseprobe
Sie folgten ihr in die dunkle Höhle und staunten, dass sich im Inneren des Berges ein Land auftat, das gar nicht düster war. Das Licht sah aus, als ob es durch dicken Honig schien, ein schönes, warmes, braunes Licht.

In diesem Land gab es Bäume, Berge und seltsame Gestalten, die sie nicht richtig sehen konnten, die sich aber bewegten und eine wunderbare Musik machten. Als sie sich umdrehten, sahen sie, dass auf ihren Spuren Blumen wuchsen. Kleine weiße und gelbe Frühlingsblüten, aber auch Mohn- und Kornblumen. Die Bäume neigten ihre Zweige zu ihnen herunter, sie hingen voller duftender Früchte.

Sie folgten Frau Holle immer weiter durch die Anderswelt. Alle Wesen wirkten sehr viel zarter als auf der Erde, fast durchsichtig. Sie bewegten sich zu der Melodie und tanzten einen wunderschönen, alten, geheimnisvollen Tanz.

Nikodemus und Felizitas wussten nicht mehr, ob sie gingen, tanzten oder schwebten. Frau Holle hatte plötzlich keine roten Haare und auch keinen Kranz aus Kornähren und Mohnblumen mehr auf dem Kopf. Ihre Haare waren jetzt weiß und sie trug ihren herrlichen Glitzermantel, der aussah, als wäre er über und über mit Schneekristallen bestickt. Sie ging vor ihnen her und nach einer langen Zeit voller Musik und Melodien, voller Düfte und Tanz sahen sie in der Ferne ein helles Licht. Das war der Ausgang aus dieser fremden, wundersamen Welt.



Rezension Professor Dr. Lars Olof Larsson
Ein kleines grünes Nashorn mit roten Punkten und ein weißer Märchenvogel sind die Helden in Margit Huchs schönem Kinderbuch „Nikodemus und Felizitas“. Felizitas begleitet das kleine grüne Nashorn Nikodemus auf der Suche nach seinen Eltern bis auf den Mondberg, wo ihnen Frau Holle zu Hilfe kommt, damit die Suche ein glückliches Ende findet. In einem zweiten Abenteuer treffen unsere kleinen Freunde auf einen riesengroßen Drachen, der ein verzaubertes Schloss bewacht. Dass auch diese Geschichte glücklich enden wird, versteht der Leser, weil der Drache gar nicht schrecklich, sondern ganz lieb aussieht, auch bevor er klein gezaubert wird. Auf ihren abenteuerlichen Wegen begegnen den beiden Helden viele, sonderbare Gestalten, die Assoziationen an Mythen und alten Sagen und Märchen wecken: Kassiopeia, die ihre kristallenen Haare im Fluss der Milchstrasse wäscht, der kleine und der große Bär oder die schon genannte Frau Holle. Die poetischen Erzählungen werden von ganzseitigen farbig leuchtenden Illustrationen von großer Originalität, Humor und spielerischem Charme begleitet. Margit Huch hat sich als Künstlerin in Schleswig-Holstein in vielen Ausstellungen, zuletzt mit den „Erdkleidern“, einen Namen gemacht. Wer ihre Kunst kennt, wird die charakteristische Formensprache der Figuren wieder erkennen und auch die Vorliebe der Künstlerin für mystische Gestalten und Welten. Bemerkenswert ist es, welche Ausdrucksfähigkeit die einfachen, fast klobigen Figuren besitzen. Der ganze Umriss des kleinen Nashorns strahlt Ängslichkeit aus, wenn er auf dem glitschigen Baumstamm über den Fluss, in dem die Krokodile lauern, gehen muss und seine Freude wirkt ebenso ansteckend auf den Betrachter, wie sein erschöpfter Schlaf. Und die kecke Felizitas lässt uns darüber nie im Zweifel, dass sie es ist, die das Heft in der Hand hat! Zum Reiz der schönen Bilder trägt nicht zuletzt das raffinierte Kolorit bei. Vor allem die Lasureffekte, die durch Übermalen und Abschaben von Farbschichten zustande kommen, lassen die Farben wie von Innen leuchten.

Rezension Fabian Brümmer, 9 Jahre
Es handelt sich um eine Geschichte von einem Vogel und einem bunten Nashorn. Mir gefällt die Geschichte sehr gut! Am besten finde ich den Drachen.