Dreizehn tierische Geschichten

Peter-Michael Luserke

ISBN: 978-3-928905-48-0
Seitenzahl: 112 Seiten
Verarbeitung: Broschur mit Schutzumschlag
Preis: 9,90 Euro
vergriffen
Kann es ein maritimes Tierbuch geben? Mit seinem neuen Buch „Dreizehn tierische Geschichten“ beweist Kapitän Peter-M. Luserke: Es kann! Nach zwei erfolgreichen Büchern kommt mit diesem Band endlich Nachschub für die zahlreichen Fans der amüsanten und ehrlichen Geschichten des Kapitäns. Gewohnt ungeschminkt und mit seiner bekannten offenen Sprache erzählt er Geschichten von Tierliebe, tierischen Auswanderen und wichtigen Begleitern wie seinem Bordhund Susi, der ihn und seine Familie auch noch begleitete als Luserke seinen Beruf als Kapitän auf hoher See aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Aber auch über den privaten Zoo seiner Frau finden sich hier Geschichten – lustige aber auch zu Herzen gehende Abenteuer von Tieren, die im Hause Luserke immer mit offenen Armen aufgenommen und von seiner Frau gehegt und gepflegt wurden, während Luserke als Kapitän über die Weltmeere schipperte - hat sie doch so den Beruf ihres Mannes trotz vieler langer Trennungsphasen akzeptieren können. Journalisten und Leser haben gespannt auf ein neues Buch des erfolgreichen Autors Peter-Michael Luserke gewartet: Hier ist es endlich!
Homepage Peter-Michael Luserke


Leseprobe
Der Auswanderer

Von Advents- beziehungsweise Vorweihnachtsstimmung konnte bei uns keine Rede sein. Bis kurz vor dem Suez-Kanal waren zwar alle noch in Vorfreude auf zu Hause gewesen und es war wohl keiner in der Mannschaft, der nicht abmustern wollte, aber ein Fernschreiben hatte die Träume zunichte gemacht. Es sollte noch zweimal über „den Teich“ gehen und dann die große Runde via Nordamerika zurück zum Persischen Golf. Im Klartext bedeutete das, vier bis fünf weitere Monate an Bord zu sein.  Anfang der 60er Jahre gab es noch keine Ablösung per Flugzeug, und auf die persönlichen Wünsche der Mannschaft wurde auch noch nicht so eingegangen wie heute.

Als sogenanntes „Ladeschiff“ hatten wir Beirut und Genua schon hinter uns gelassen und waren nun in Livorno dabei, Stückgut zu laden. Mich hatte es mal wieder mit der Nachtwache erwischt. Während sich meine Kollegen an Land amüsierten und ihre letzten Lire zu „den Damen“ brachten, drehte ich voller Frust meine Runden. Die Hafenarbeiter waren schon abgezogen und ich hielt mich in der Nähe der Gangway auf. Dort wollte ich die ersten Landgänger abfangen, um mir mit einem Klönschnack die Nacht zu verkürzen. Ein leichter Nieselregen versetzte alles in gespenstische Stimmung, nur verschwommen waren die Lichter der anderen Schiffe und weit entfernt die der Stadt zu sehen.

Ich beobachtete eine große graue Katze, die ganz im Gegensatz zu den sonst üblichen Hafenkatzen ziemlich gut im Fleisch stand und auch um einiges größer war. Sie schaute kritisch unser Schiff, die Gangway und schließlich mich an und kam dann mit größter Selbstverständlichkeit zu mir hoch an Deck, als habe sie das so schon immer getan. Sie schaute mich einen Moment lang fragend an, als wollte sie meine Meinung erkunden, dann marschierte sie kurz nickend und den Schnurrapparat anstellend in Richtung Ladeluken. Das war für die kommenden vier Wochen das letzte Mal, dass sie gesehen wurde. Bemerkbar machte sie sich aber täglich.

Am Wochenende liefen wir aus und der Koch hatte wie üblich zum Sonntagsmahl die gefrorenen Hähnchen zum Auftauen in die Küchenfenster gelegt – auf den Handelsschiffen konnte man damals den Wochentag noch am Speiseplan erkennen. Die rückwärtigen Kombüsenbullaugen waren mit senkrechten, dicht nebeneinander stehenden Stangen versehen, durch die nicht einmal eine naschende Matrosenhand passte. Der Smutje machte natürlich ein Riesengeschrei, als er feststellte, dass ihm ein Gockel geklaut worden war, und der Verdacht ging reihum. Da unsere eigenen Bordkatzen auch recht unruhig waren, ahnten wir schon Böses. Nachdem wir die Straße von Gibraltar passiert hatten, häuften sich die Diebstähle. Ich war der Star in der Mannschaftsmesse, hatte ich doch als einziger unseren „blinden Passagier“ gesehen.

Zu dieser Zeit gab es in den Staaten ein riesiges Quarantäneproblem mit Bordtieren, sie benötigten Impf- und Gesundheitszeugnisse wie wir auch. Da die Katze mittlerweile Tagesgespräch war, hatte sich die Geschichte natürlich bis zur Schiffsleitung rumgesprochen und der Kapitän reagierte entsprechend. Er hatte eine Belohnung von etlichen Kisten Bier auf den Skalp der Katze ausgesetzt.

Was selten vorkam – diesmal herrschte unter der Besatzung Einigkeit: Der Katze durfte nichts passieren! Nur unser Storekeeper ließ sich vom Alten einlullen und hatte sich – auf das Bier hoffend –heimlich bereit erklärt, sich des Falls anzunehmen. Noch in derselben Nacht steckte ein Messer in seiner Kammertür mit dem freundlichen Hinweis, sollte der Katze etwas passieren, erreiche auch er New York nicht! So geschah erst einmal gar nichts ...

Nachdem wir die eisigen Nordhäfen hinter uns gebracht hatten, war ich in Wilmington wieder mit der Nachtwache an der Reihe. Hier herrschten schon frühlingshafte Temperaturen und ich staunte nicht schlecht, als mir gegen Mitternacht etwas schnurrend um die Beine strich. Noch ehe ich mich versah, stolzierte „er“ mit erhobenem Schwanz würdevoll die Gangway runter. Schließlich hatte er nie etwas anderes gewollt als auszuwandern!


Ein Herz für Tiere / Schleswig-Holstein Magazin / 31. Dezember 2005
Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Mehr als nur ein Spruch. Peter-Michael Luserke (61) kann ein Lied davon singen. Einst Käpitän auf hoher See, sah er Land bei Gattin Dorothee, die er unter anderem ins Herz schloss wegen ihres großen Herzens für Tiere. So schreibt er im Vorwort zu seinem neuen Buch "Dreizehn tierische Geschichten". Und erzählt munter drauf los, was es mit Luserkes Zoo auf sich hat. Von der Katze, die Klingelmännchen spielt. Vom Kaninchen, das mit Mäusekindern schlafen geht. Und der als Rabenmutter bekannten Hündin, die sich liebevoll um Katzenbabys kümmert. Bei Luserkes in Krummbek bei Kiel kriegen sie alle eine Chance. Und einen Platz auf 110 humorvollen Buchseiten.

Weserkurier / 09. Dezember 2005
Susi Internationale war eine Mischlingshündin auf See. Zu glauben oder nicht – ihre Mutter stammte aus einem Bordell in Genua, und was an Bord alle mit Susi passierte, wie sie ihren neuen Liebhaber, einen Pudel, stolz vorstellte – das erzählt Kapitän Peter-Michael Luserke jetzt in einem kleinen Buch mit dem Titel "Dreizehn tierische Geschichten". In dem im Verlag71 erschienenen Bändchen gibt es auch die Geschichte von zwei Kanichen an Land, zu denen sich ein drittes gesellte und bald darauf ein viertes in Pension kam. Für Luserke vielleicht überraschend: Fakt ist, dass die Mümmelgesellschaft stark anwuchs, und bei elf Kaninchen war es Zeit, zwecks Geburtenbeschränkung endlich einen Tierarzt zu konsultieren.

Tierische Geschichten / Kieler Nachrichten 07. Dezember 2005
Egal ob Bordhund in der Kajüte oder der Papagei auf der Schulter des Piraten, Tiere fahren zur See, seit es Schiffe gibt. Der in Krummbek bei Kiel lebende Kapitän Peter-Michael Luserke hat jetzt einmal "Dreizehn tierische Geschichten" mit maritimem Hintergrund in einem Taschenbuch zusammengefasst.

Deutsche Schiffahrts-Zeitung / 12. Dezember 2005
Dass es doch ein maritimes Tierbuch geben kann, belegt der nach 36-jähriger Seefahrtzeit als "unruhiger Renter" in Ratjendorf bei Kiel lebende Kapitän Peter-Michael Luserke, der – nach zwei Büchern über seine Erlebnisse in der christlichen Seefahrt – mit diesem Band endlich Nachschub für die Fans seiner amüsanten und ehrlichen Geschichten liefert. In seiner offenen Sprache erzählt der Autor in bekannt unkomplizertem Stil zum Schmunzeln verleitende Geschichten von Tierliebe, tierischen Auswanderen und wichtigen Begleitern wie seinem Bordhund Susi, der ihn und seine Familie auch noch begleitete, als er seinen Beruf als Kapitän aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Aber auch über den privaten Zoo seiner Frau finden sich lustige Geschichten über Abenteuer von Tieren, die im Hause Luserke immer mit offenen Armen aufgenommen wurden, was sie den Beruf des Mannes trotz vieler Trennungsphasen leichter akzeptieren ließ. Nachdem bereits vor Erscheinen mehrere hundert Bestellungen eingegangen sind, glaubt Luserke, dass dieses Buch ein ebenso großer Erfolg werden könnte wie die im Juni ebenfalls im verlageinundsiebzig neu erschienenen "Dreizehn Geschichten aus der Seekiste".

Was geschieht, wenn eine Seemannsfrau einen Tierfimmel hat? / Kieler Nachrichten 02. November 2005
Was ist ein maritimes Tierbuch? Peter-Michael Luserke aus Krummbek gibt mit seinem dritten Buch "Dreizehn tierische Geschichten" die Antwort auf diese Frage. Denn was geschieht, wenn eine Seemannsfrau einen Tierfimmel hat, welche Verquickungen es mit Katze und Co. auf hoher See geben kann und welche Rolle der heimische Zoo in einer Seemannsehe spielt, schildert der Autor auf 110 Seiten auf amüsante Weise. Schiffshund Susi, die den Bordalltag mit Hundewelpen aufheiterte, Miez, die Katzendame, Laila, Hasen, Meerschweinchen und schließlich sogar ein Schmuggelversuch spielen in den authentischen Begebenheiten eine Rolle. Drei Katzen gibt es heute noch im Hause Luserke. Nach "Dreizehn Geschichten aus der Seekiste", die bereits in zweiter Auflage erschienen sind, und "Dreizehn Weihnachten auf See" blieb der 61-Jährige auch in seinem dritten Buch der magischen Zahl und dem authentischen Charakter seiner Erzählungen treu. Doch hätte er nicht vor langer Zeit schon, "großspurig wie ein Berliner nun mal ist", seine Tiergeschichten angekündigt, sie seiner Frau Dorothee quasi versprochen, so gebe es dieses Buch wohl heute noch nicht. "Nach den ersten drei Geschichten geriet der Schreibfluss einfach ins Stocken. Es gab zwei Seelen in meiner Brust", gesteht Luserke. Doch der Motivation von Verlegerin Andrea Duwe und vielen Rückbetrachtungen mit seiner Ehefrau habe er schließlich die Vollendung des Buches zu verdanken. Das nächste, so verrät er, werde wieder ausschließlich von der Seefahrt erzählen und soll Anfang des nächsten Jahres erscheinen.

Maritimes Tierbuch vom Kapitän Luserke / Probsteier Bote 03. November 2005
Der Kapitän ist wieder an Bord – zumindest was das Schreiben betrifft. Peter-Michael Luserke hat mit seinem neuesten Werk "Dreizehn tierische Geschichten", das im Verlageinundsiebzig erschienen ist, wieder Fahrt aufgenommen. Nach seinem erfolgreichen Werk "Dreizehn Geschichten aus der Seekiste" hat Luserke es tatsächlich nun geschafft, ein maritimes Tierbuch zu schreiben. Ob über die vornehme Katzen-Lady Miez oder über das traurige Ende von Tom und Larry – der 61-jährige ehemalige Seefahrer schildert authentische Geschichten von Tierliebe und verbindet diese mit der typischen Seefahrermelancholie. Bordhund Susi war immer mit an Bord. Durch zahlreiche Lesungen hat Luserke eine Stammleserschaft gefunden, die wohl schon nach dem neuesten Werk Ausschau hielt wie eine Familie, die am Ufer auf die heikehrenden Seemänner wartet. Der Kapitän wünscht eine gute literarische Reise!

Luserkes tierische Seefahrtsgeschichten / Probsteier Herold 04. November 2005
Die Zahl 13 ist für Peter-Michael Luserke eine magische Zahl. Auch in seinem dritten Buch gerade erschienenen Buch bleibt er dieser Zahl treu. Und er bleibt auch seinem Metier treu: der Seefahrt. doch das erschließt sich nicht unbedingt beim Blick auf den Titel, erst eine kleine Leseprobe der "Dreizehn tierische Geschichten" beweist: Das ist ein maritimes Tierbuch. Treu bleibt Luserke übrigens auch seinem Anspruch auf Authentizität, denn alle Begebenheiten haben er und seine Frau Dorothee selbst erlebt. Auf 110 Seiten erzählt der Kapitän im Ruhestand auf amüsante Weise von dem "heimischen Zoo", den die ausgeprägte Tierliebe seiner "besseren Hälfte" mit den Jahren entstehen ließ – und der auch so manche Klippe schuf, die es in einer Seemannsehe dann zu umschiffen galt. Nicht nur ein "Schmuggelversuch" sorgte für Aufregung. Auch Schiffshund Susi, die den Bordalltag mit Hundewelpen aufheiterte, oder Miez, die Katzendame, spielen eine Rolle. Trotz seiner Erfahrung war der Autor beim Schreiben doch ins Stocken geraten. "Nach den ersten drei Geschichten kam ich nicht weiter", gesteht der 61-jährige. Den Gesprächen mit seiner Frau und der Motivation seiner Verlegerin Andrea Duwe habe er es zu verdanken, dass er letztlich seine "großspurige" Ankündigung wahr machen konnte und nuen ein kurzweiliges Buch in Händen hält, das er übrigens seiner Ehefrau widmet. "Wir ziehen Tiere förmlich an", berichtet Peter-Michael Luserke von der Leidenschaft, die schließlich bis heute, wenn auch in etwas geringerem Ausmaß, erhalten geblieben ist. Denn immerhin noch drei Katzen gehören zur Familie. "Kaum ist eine gestorben, steht schon die nächste vor der Tür", wundert es selbst Dorothee Luserke. Doch nun soll Schluss sein, finden sie. Denn das nächste Buch soll nicht etwa erneut ein tierisches werden, sondern sich doch wieder mit der reinen Seefahrt befassen. Es ist bereits in Arbeit, diesmal bekommt Luserke kollegiale Unterstützung, mehr allerdings soll noch nicht verraten werden.

Erlebnisse aus 36 Jahren Seefahrt / NordWestZeitung 02. Dezember 2005
Eine gemütliche Zuhörerrunde fand sich kürzlich bei Kerzenschein, Punsch und Gebäck zur Autorenlesung des pensionierten Kapitäns Peter-Michael Luserke im Mooriemer Landcafe in Elsfleth ein. Auch wegen der früheren Verbindung sei die Reise von Schleswig-Holstein nach Elsfleth ein Weg gewesen, der sich gelohnt hätte, eröffnete Luserke seinen Erlebnisreigen aus 36 Jahren Seefahrt. Diese Seemannskarriere hatte für Luserke 1958 an der Elsflether Schiffsjungenschule – im Volksmund hieß sie "Mosesfabrik" – begonnen. Aus gesundheitlichen Gründen musste der gebürtige Berliner die Seefahrt Anfang der 90er Jahre an den Nagel hängen. "Eine Zäsur", wie er knapp zugibt, eine Zäsur, die ihn in "dickes Loch" stieß, aus dem er sich mit dem Schreiben von Kurzgeschichten mutig wieder heraus hangelte. Die nächsten Schwierigkeiten folgten mit der Suche nach einem Verlag. Luserke: "Was ich dabei erlebt habe, wäre Stoff für ein weiteres Buch." Verlage für sein erstes Memoirenbändchen "Dreizehn Geschichten aus der Seekiste" und für die beiden weiteren Bände "Dreizehn Weihnachten auf See" und "Dreizehn tierische Geschichten" wurden schließlich gefunden und das ist auch gut so. Denn: an den Schmunzelgeschichten seiner Fahrenszeit hatten die Zuhörer ihren Spaß. Immer authentisch und gänzlich ohne das berühmte Seemannsgarn las Luserke von den Anfängen als hoffnungsvoller "Moses", von privaten Erlebnissen in den Etabelissements der weltweiten Häfen, vom Aufstieg in der Bordhierachie, vom Spagat später Seefahrt und Familie unter einen Hut zu bringen.

"Seekiste" / Kieler Nachrichten / 07. Dezember 2005
Egal ob Bordhund in der Kajüte oder der Papagei auf der Schulter des Piraten, Tiere fahren zur See, seit es Schiffe gibt. Der in Krummbek bei Kiel lebende Kapitän Peter-Michael Luserke hat jetzt einmal "Dreizehn tierische Geschichten" mit maritimen Hintergrund in einem Taschenbuch zusammengefasst.

Cuxhavener Nachrichten, 20. Mai 2006
Der kleine Zoo eines Seemannes. Der Kapitän setzt hier die Sammlung seiner autobiographischen Erzählungen aus der Alltagswelt der Seeleute fort. Diesmal stehen die Erlebnisse von Seeleuten mit Haustieren im Mittelpunkt. Allerdings nicht nur an Bord. Luserke schildert das große Herz der Seeleute im Umgang mit der an Land gebliebenen Familie, aber auch den Kreaturen, die die Seeleute in der Ferne aber auch beim Heimaturlaub über den Weg liefen. So kann der Leser nachvollziehen, wie sich langsam ein kleiner Zoo mit Hunden, Katzen, Hasen und schließlich sogar Mäusen aufbaut. Interessant ist die Schilderung der Welt eines Seemannes aus rein persönlicher Sicht und ohne Sefahrtsromantik. Luserke will seine 13er Serie fortsetzen.