Dreizehn Seemannsfrauen erzählen

Peter-Michael Luserke

ISBN: 978-3-928905-65-7
Seitenzahl: 108
Verarbeitung: Broschur mit 4-farbigem Schutzumschlag
Preis: 9,90 Euro
vergriffen
Als Kapitän Peter Michael Luserke mich bat, ihn bei seinem neuen Buchprojekt zu unterstützen, überlegte ich nicht lange. Klar wollte ich eine Geschichte schreiben, es hatte mich schon lange gereizt, nur wie das immer so ist mit den Vorsätzen und dem Anfangen. Ich griff also in die Schublade von der ich wusste, ganz unten liegt mein Tagebuch. Das Tagebuch meiner ersten Mitreise vor knapp 20 Jahren.
Was ich nicht ahnte, war, welche Gefühle es auslöste, als ich die Zeilen zum ersten Mal seit damals zur Hand nahm. Es waren nicht nur die Erinnerungen, an schöne Erlebnisse und Augenblicke. Es waren vor allem die Erinnerungen an die Menschen mit all ihren Schwächen und Eigenarten. Ich empfand eine besondere Bewunderung für meinen Mann, der als Seemann, anders als jeder an Land lebende und arbeitende Mensch, ganz besonderen Stimmungen und Bedingungen eines Alltags an Bord unterworfen ist und sich kaum in eine Privatsphäre zurück ziehen kann.
Eines hat mich außerdem in Erstaunen versetzt und zugleich heiter gestimmt: Die Entwicklung meiner eigenen Sicht der Dinge. Wie bewertete ich damals als junge Frau aus der DDR ohne jegliche Kontakte zur westlichen Welt, die Dinge, was versetzte mich in Ängste oder Erstaunen? Und wie gehe ich heute, als 20 Jahre Ältere im vereinen Deutschland, mit all dem um, was inzwischen so selbstverständlich geworden ist. Es hat mir viel Spaß gemacht, einzutauchen in die Vergangenheit.     Astrid Schmidt


Homepage Peter-Michael Luserke


Segeberger Zeitung vom 8. Mai 2008
Wie Frauen die Seefahrt erlebten
Ex-Kapitän sammelte 13 spannende Berichte
Hier kommen mal nicht die Männer zu Wort: In seinem Buch "Dreizehn Seemannsfrauen erzählen" lässt Ex- Kapitän Peter-Michael Luserke die Begleiterinnen von Berufs-Seefahrern über ihre Reisen erzählen. Mit seiner kurzweiligen Geschichtensammlung öffnet er diesmal die Sicht aus einem anderen Blickwinkel. Denn während es bei seinen "Dreizehn Kapitänsgeschichten" um Abendteuer Seefahrt an sich und maritime Fakten geht, legen die Frauen schon mal ihre Gefühle offen, beobachten mit anderem Schwerpunkt und mit anderen Augen.
Da ist zum Beispiel Astrid Schmidt, 1961 in Güstrow geboren. Sie ging als "mitreisende Ehefrau der Staatsreederei der DDR" an Bord, um nach Westafrika zu reisen. Sie spart nicht aus, wie aufregend ihre Begleitfahrt zu Ende geht: Beim Einlaufen im August 1989 überraschten sie die Bilder von Menschenmassen, die sich in Ungarn in die westlichen Botschaften drängten. Bald darauf gestand der Arbeitskollege und Freund ihres, dass er "informeller Mitarbeiter" der Staatssicherheit war. Auch ihre Schilderungen über "Ein Afrika, wie es den Touristen verborgen bleibt", sind mehr als ein Reisebericht. Astrid Schmidt, deren journalistische Laufbahn bei der Schweriner Volkszeitung begann, wurde nach ihrem Umzug in den Westen bei den Kieler Nachrichten als freie Journalistin tätig.
Spannend zu lesen ist ebenso "Die missglückte Verführung" von Helge Franke, einer Krankenschwester aus Bordesholm. Am Persischen Golf hatte der Frachter ihres Mannes mit rund 200 Schiffen bei über 40 Grad tagelang auf Reede gelegen und auf das Entladen gewartet: eine Strapaze für die Nerven aller Beteiligten. Versorgungsengpässe und Behördenkrams auf afrikanische Art machten diese Tour unvergessentlich.
In der Bremerin Alexandra Pohl meldet sich eine Fachfrau zu Wort. Ihre ersten Einsätze als Schiffsoffizierin beschreibt sie im Kapitel: "Tote Fische und Eisberge" – über eine Fahrt von Bremerhaven nach Rotterdam, über den Nordatlantik, durch den Panamakanal und über den Pazifik nach Japan: eine Herausforderung in jeder Hinsicht.
Aber auch weniger seemännische Geschichten machen das Büchlein lesenswert. Da wird von Geburtstagen erzählt, von Flitterwochen bei Sturm, von Hochzeitsterminen, diktiert vom Fahrplan der Reederei und vom Bordbesuch hochschwangerer Ehefrauen. Auch von der Routine einer Seemannsfrau ist zu lesen, wenn Dorothee Luserke zu guter Letzt erzählt, wie sie auf Abruf mal eben mit Kind und Hund nach Hamburg düste, um zwei Tage eines Stopover mit ihrem Mann an Bord zu verbringen – und dann die Kombüse übernehmen musste, weil der Koch gerade abgemustert hatte und der neue noch nicht angekommen war.
Luserke, der 36 Jahre lang zur See fuhr, zuletzt als Kapitän und 1993 aus Gesundheitsgründen seinen Beruf aufgeben musste, hat in allen norddeutschen Bundesländern von Ost nach West Frauen überzeugt, "ihre Geschichte" mit der Seefahrt zu erzählen. Dabei ist ihm eine unterhaltsame Mischung geglückt, die auch den Einblick in den schwierigen Alltag einer Seemannsfrau gewährt, deren Bereitschaft und Selbstständigkeit die Arbeit ihres Mannes wesentlich mitbestimmen.


In Kiel - 13. März 2008
Die Liebe zur See
Dorothee und Peter-Michael Luserke sind seit 31 Jahren verheiratet. Keine normale Ehe verbindet die beiden: Peter-Michael Luserke fuhr zur See, seine Frau Dorothee führte das Leben einer Seemannsfrau.  
„Ich wollte immer schon einen Seemann heiraten“, sagt Dorothee Luserke. „Ich dachte mir halt: Ein Seemann ist nicht so oft im Haus und hängt mir nicht auf der Pelle“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu. Sie hat es geschafft: Dieses Jahr ist sie seit 31 Jahre mit einem Seefahrer verheiratet. Die 60-Jährige führt die Vorteile auf: „Wir haben eine Beziehung im Flitterwochenmodus geführt – das ist natürlich spannend, denn viel Zeit für Alltag blieb ja nicht.“ Monatelang war ihr Mann Peter-Michael Luserke auf See. Danach folgte der 3-montige Landurlaub: die ersten vier Wochen davon waren immer aufregend. „In den nächsten vier Wochen spielte man sich langsam aufeinander ein, in den letzten vier Wochen hatte man den Abschied immer im Hinterkopf“, erinnert sich Dorothee Luserke. Jedesmal wenn das Telefon klingelt, konnte dies die Reederei sein – und somit würde es wieder aufs Schiff gehen für Peter-Michael Luserke. „Wenn er losmusste, war das Geheule natürlich immer groß.“ Doch Dorothee Luserke hatte genug zu tun: 3 Söhne im Haus und dazu noch zahlreiche Tiere. „Langweilig war mir nie. Und wenn mein Mann nach Hause kam, dann gab’s auch oft Knatsch“, denn dann hatte sie das Gefühl, dass er sich einmischte, die Erziehung der Söhne nachholte und das normale Leben im Haus in Ratjendorf durcheinanderbrachte. Heute sitzen die beiden in trauter Zweisamkeit im Esszimmer, sie nennt ihn liebevoll Peterchen. Heute können sie gemeinsam darüber lachen, dass es damals oft Anlass gab für einen gehörigen Ehekrach, etwa wenn Peter-Michael Luserke seinem Sohn noch Lego schenkte, obwohl der Junior schon einen Elektrorasierer brauchte.
Die Dorothee Luserke kennt das Leben eines Seebären aus der eigenen Familie, denn ihr Vater war Fischer und fuhr zur See. „Gesehen hab ich meinen Vater nur zu Weihnachten“, erzählt sie. „Mein Vater war mir teilweise fremd.“ Doch das hat sie nicht abgeschreckt. Das Leben an der Seite eines Seemanns würde sie jederzeit wieder wählen. „Natürlich gibt es auch Phasen, in denen der andere fehlt“, sagt sie, „und der Abschied fällt immer schwer.“ Ganz früher, da war es auch noch schwer einander zu erreichen. „Wir haben viele Briefe geschrieben, wenn es ganz wichtig war, dann gab es Telegramme.“ Heute im Zeitalter von Handys und E-Mail ist dies kein Thema war.
Mit 15 verschlug es bei Peter-Michael Luserke zur See. „Ich hatte keinen Bock mehr auf Schule und zuhause“, gibt er ehrlich zu. Das Leben auf See war aufregend und zeigte ihm die weite Welt. Vom Moses bis zum Kapitän – er durchwanderte die alte, harte, aber traditionelle Laufbahn bei der Christlichen Seefahrt. Bis er durch einen Radarunfall körperlich nicht mehr konnte: Das Aus für seinen geliebten Beruf kam mit 54. „Ich hing zuhause rum und wusste nichts mit mir anzufangen“, so der heute 64-Jährige. Schlimm sei die Zeit gewesen: „Nun war er den ganzen Tag da – wir brauchten Monate um uns daran zu gewöhnen“, erinnert sich Dorothee Luserke. Manchmal, erzählt Peter-Michael Luserke, habe seine Frau ihn weggeschickt. Dann fand er morgens seine gepackte Reisetasche am Frühstückstisch und wusste, es ist Zeit mal Verwandte in Berlin zu besuchen oder ins damalige Ferienhaus in Spanien zu fahren. „Mir fehlte die Perspektive. Ich war ja immer zur See gefahren, auf einmal saß ich da. Bis meine Frau mir gehörig in den Allerwertesten trat.“ Peter-Michael Luserke fing an zu schreiben, arbeitete die Zeit auf See auf – und merkte, dass ihm das nicht reichte. „Ich wollte meine Bücher veröffentlichen“, sagt er. Eine lange Suche nach einem Verlag begann – und heute hat er bereits viele Bücher herausgebracht. Dreizehn Weihnachten auf See, Dreizehn Geschichten aus der Seekiste, Dreizehn Kapitänsgeschichten, Dreizehn tierische Geschichten  - und jetzt sind es die Dreizehn Seemannsfrauen, die er zu Wort kommen lässt. „Ohne meine Frau hätte ich das alles nicht geschafft“, sagt er. Heute sind die beiden ein eingespieltes Team. Gibt es schon Pläne für ein weitere dreizehn Geschichten? Peter-Michael Luserke schmunzelt verschmitzt: „Ja – aber das werde ich Ihnen nicht verraten!“

Lübecker Nachrichten vom 20. Januar 2008
Die kleinen Geschichten aus der großen Welt
Er hat es mit der Zahl 13! Peter-Michael Luserke, ehemaliger Kapitän, der sich nach dem Ende seiner Berufstätigkeit aufs Schreiben verlegte, hat mittlerweile fünf Bücher mit der ominösen Zahl im Titel auf den Markt gebracht. Der letzte heißt: „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“, Luserke fungiert hier als Herausgeber.
Es sind Momentaufnahmen aus dem Leben von Frauen, deren Ehen durch die lange Abwesenheit ihrer Männer bestimmt sind. Treffen „außer der Reihe“ und Besuche an Bord spielen deshalb eine besonders große Rolle in diesen Geschichten, die zugleich liebenswert und unterhaltsam sind.
Luserke selbst hat mit seinen „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ und „Dreizehn Weihnachten auf See“ wunderbare Miniaturen geliefert, die das Leben auf dem Meer anschaulich machen und die ganz einfach sympathisch sind. Geschichten aus der kleinen Welt der Schiffe, die auf den großen Meeren unterwegs sind, die menschlich und außerdem humorvoll sind: Peter-Michael Luserke schreibt Bücher für Menschen, die Lust am Lesen haben.

Landeszeitung Lüneburg Das Magazin - 19. Januar 2008
Peter-Michael Luserke  hatte den Kopf voll von romantischen Seefahrtsgeschichten, als er mit 15 Jahren auf einem Küstenmotorschiff anheuerte. Erst einmal schlug dem Moses die Seekrankheit auf Magen und Gemüt. Und vor allem ging es statt in die Südsee nur nach Südschweden. Trotzdem waren die Träume riesengroß: Ein echter Seemann, der etwas auf sich hält, der findet in jedem Hafen ein Mädchen. Und ein junger Bengel will da auf keinen Fall zurückstehen. Beim Landgang fand er auch ein Mädel, tanzte mit ihr und war überglücklich, als die junge Frau ihn bat, sie doch nach Hause zubringen, es seien doch nur einige Meilen. Die Phantasie schlug Kapriolen, trotz eisiger Winternacht wurde dem jungen Seemann eher heiß. Ihn wunderte nur der lange Weg – eine schwedische Meile entspricht gut zehn Kilometer. Tja, am Ende gab’s nur ein Küsschen, aber dafür den Spott der Mannschaft.
Die Anekdote hat Luserke in einem seiner Bücher aufgeschrieben. Er ist der See treu geblieben und lange Jahre als Kapitän über die Weltmeere gefahren. Inzwischen im Ruhestand, schreibt er Bücher über die Seefahrt wie „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“. In seinem neusten Band lässt er „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen. Alle fünf Bücher von ihm sind im verlageinundsiebzig erschienen.


Bremen Magazin – Januar 2008
Orkanfahrt mit Ehefrauen
Wenn 13 Seemannsfrauen erzählen:
Einer der 25 „Orkanfahrt Kapitäne“ (der einmal als Matrose der Liebe wegen desertierte)  veröffentlicht bereits seit einigen Jahren eigene Seefahrer Erinnerungen (u.a. “Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“, „Dreizehn tierische Geschichten“, "Dreizehn Weihnachten auf See" und „Dreizehn Kapitänsgeschichten“. Nun hat Peter-Michael Luserke die Frauen zu Wort kommen lassen: In „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“, beweisen die Ehegattinnen der Seebären vor allem, dass sie echte Organisationsgenies sind. Denn um den Mann vielleicht einmal in sechs Monaten zu sehen, fahren sie „mal eben“ mitten in der Nacht los, nur um am Hafen dann einige Tage zu warten, bis das verspätete Schiff eintrifft. Und auch wenn die frischgebackene Gattin erst während der Flitterwochen an Bord feststellt, dass Seekrankheit nicht zu unterschätzen ist (so wie es Hannelore Walther, heute 71 erging) kann das die gute Stimmung nicht trüben. Die Bremerin Helge Franke berichtet von einem ungebetenem Verehrer, und Luserkes Frau Dorothee erinnert sich, wie sie auf einer Fahrt einmal den Smutje ersetze. Voller Witz und in herrlich lakonischer Sprache erzählt, sind auch die Erlebnisse der Seemannsfrauen aus Deutschland Ost und West plus die einer erfahrenen Nautikerin – ein Lesegenuss nicht nur für Fans der Seefahrt.  AW

Brunsbütteler Zeitung vom 23. 12. 2007
Wenn die Seemänner ihre bessere Hälfte daheim lassen
Frauen erzählen ihre Erlebnisse – Autor Luserke legt neues Buch aus der Seefahrt vor
Von Stefan Schmid
Brunsbüttel – In seinem fünften Band mit Geschichten aus dem Seefahrerleben dreht Autor Peter-Michael Luserke den Spieß einmal um. Der 63-Jährige lässt  die bessere Hälfte des Seemanns zu Wort kommen: „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ heißt daher auch der Titel.
Seine persönliche Lebensgeschichte schrieb die Seefahrt, wie es sie heute nicht mehr gibt: 36 Jahre lang ist Peter-Michael Luserke über die Weltmeere gekreuzt – als Moses hat er angefangen, fuhr zuletzt als Kapitän vor allem auf Container und Massengutschiffen. „Zu meiner Zeit gab es noch eine Riesenbesatzung von 50 Mann an Bord und wir hatten Liegezeiten in den Häfen von bis zu sechs Wochen.“ Das gibt es in der globalisierten Welt nicht mehr, auch wenn die Schifffahrt boomt wie selten zuvor.
Es waren harte Zeiten damals, erinnert sich Luserke. „Vor allem die Trennung von der eigenen Frau. Wir waren fast 14 bis 16 Monate unterwegs“,  sagte er in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Da der Autor in seinen bisherigen Büchern, wie er selbst sagt, immer auf Authentizität großen Wert gelegt hat, war er umso mehr von der an ihm herangetragenen Idee angetan,  dass die Ehefrauen einmal ihre Geschichte, ihre Version von der Seefahrt erzählen – von Zuhause, von ihren Sehnsüchten und Entbehrungen, von einer Begleitfahrt an Bord. Entstanden ist eine bunte Sammlung mit Erzählungen, die für Luserke auch ein Stück deutsch-deutsche Schifffahrtsgeschichte schildern, denn es greifen Frauen von hüben und drüben zur Feder. Die Frauen schildern ihre wahren Erlebnisse, meist amüsant, aber, so Luserke, „vor dem ernsten Hintergrund des Zurückbleibens.“  Auch die Meldorferin Ramona Penkewitz ist mit einer Erinnerung vertreten.
In seinen bisher fünf Büchern gibt es immer genau 13 Erzählungen – für einen Seemann eigentlich ungewöhnlich,  denn die Zahl wird in der Seefahrt alles andere als eine Glückzahl gewertet. „In der Seefahrt ist man sehr abergläubisch, genau deshalb habe ich sie genommen“, sagt Peter-Michael Luserke, dem die magische Zahl wohl Glück bringt, denn mittlerweile tourt er von Lesung zu Lesung im ganzen Norden – „vor allem westlich von der Weser mögen sie mich“. Auch die Presse ist mittlerweile auf ihn aufmerksam geworden, eine große Zeitung hat ihn kürzlich drei Stunden zu Hause in seinem Dorf bei Kiel besucht.
Dabei war der Anfang ein hartes Geschäft. Das Schreiben war für Luserke ein neuer Brotverdienst, denn gesundheitliche Gründe zwangen ihn, für immer an Land zu bleiben und die Seefahrt aufzugeben. Aber mit den ersten Geschichten, in denen er seine Biografie  auf und verarbeitet, hatte er kein Problem: „Ich setzte mich damals an die Schreibmaschine und es sprudelte nur so heraus.“ Sein ehrgeizigstes Projekt ist aber noch nicht realisiert – ein Roman.

Kieler Express vom 22. Dezember 2007
Die Zahl 13 ist für einen Seemann eigentlich absolut tabu, genauso wie nach altem Aberglauben auch Frauen an Bord. Kapitän Peter-Michael Luserke aus Krummbek bei Kiel hat nun beides zusammengeführt. Und die Zahl 13 bringt ihm Glück - genauso wie die Seemannsfrauen. In diesem Herbst erschien im Plöner Verlag71 sein fünftes Buch. Unter dem Titel "Dreizehn Seemannsfrauen erzählen", schildern Frauen ihre Erlebnisse mit der Seefahrt und dem Leben. Eindrücke einer Seemannsfrau beim Landgang in Afrika oder bei der Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal sind in Kurzgeschichten der 13 Frauen zusammengefasst. Jede Frau schildert dabei ganz persönlich ihre Eindrücke aus dem Leben als Seemannsfrau - und das in Ost- und Westdeutschland auf 108 Seiten zum Preis von 9,90 Euro.
Claudia Beylage-Haarmann
Ressortleitung Kieler Express/Service Redaktion

Der Reporter vom 19. Dezember 2007
Dreizehn Seemannsfrauen erzählen aus ihrem Leben
Der ehemalige Kapitän Peter-Michael Luserkes neuem Buch kommen die Seemannsfrauen zu Wort
Krumbek (ed). Peter Michael Luserke spinnt kein Seemannsgarn – seine Geschichten sind zu hundert Prozent authentisch, viele davon autobiographisch. Der ehemalige Kapitän erzählt in bereits fünf Büchern aus seinem Leben, seinen Reisen, der Zeit auf dem Meer und an Land. Mit dem Schreiben hat er auf Drängen seiner Frau angefangen, als er 1993 wegen einer schweren Krankheit die Seefahrerei aufgeben mußte. "Ich konnte mich fast kaum noch bewegen und starrte nur noch Löcher in die Luft", berichtet der Seemann und Schriftsteller. "Dann hat meine Frau mich am Schlafittchen gepackt  und gesagt, du hast soviel erlebt, schreib das doch auf." Er habe sich lange dagegen gesträubt, aber Dorothee Luserke hat nicht aufgegeben bis er sich an die Schreibmaschine setzte und seiner Erlebnisse in Kurzgeschichtenform aufschrieb. So kamen zuerst die "Dreizehn Weihnachten auf See“ zustande. In seinem Erstlingswerk erzählt der Käptn viele geglückte und auch schief gegangene Weihnachtserlebnisse – die letzte Geschichte ist eine Weihnachtsgeschichte aus dem Leben seiner Frau.
Die Bücher "Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“, "Dreizehn Kapitänsgeschichten“ und „Dreizehn tierische Geschichten“ folgen. In Letzterem schreibt er auf unterhaltsame und liebevolle Weise von dem Zoo der Luserkes  zuhause – und immer sind es dreizehn Geschichten, aber Seeleute sind nun mal abergläubisch und die 13 habe ihm immer Glück gebracht, schmunzelt Peter Michael Luserke, und wieso von einem bewährten Erfolgsrezept abweichen? Heute hält er Lesungen in ganz Norddeutschland – seine Bücher erzählen von der hohen See und den Menschen, die mit ihr verbunden sind. Immer sind seine Geschichten wahr und mit einem kleinen Augenzwinkern zu lesen. Es liegt ihm am Herzen, nicht nur von der bundesdeutschen Seefahrt, sondern auch von der Seefahrtsgeschichte der ehemaligen DDR zu berichten – schon in den Kaptänsgeschichten ließ er drei seiner Kollegen aus den neuen Bundesländern zu Wort kommen. "Die DDR-Seefahrt unterschied sich ganz deutlich von unserer", weiß Luserke gut. "Das allerdings ist nur wenigen bekannt."
Anfang November nun ist sein neues Buch erschienen – hier läßt der Kapitän endlich die Seemannsfrauen ans Steuer. "Die Frau ist das Rückgrat, das Wichtigste für den Seemann, sein Bezug zum Land und zum Leben", betont Peter-Michael Luserke. "Und sie haben oft die interessantesten Geschichten erlebt." Das beweist sein Buch aufs Schönste, denn hier erzählen 13 Seemannsfrauen aus sämtlichen norddeutschen Bundesländern von mißglückten und erfolgreichen, vor allem aber langersehnten Besuchen an Bord, Landgängen auf allen Kontinenten der Erde, von der Zeit, die es zu füllen gilt, wenn der Mann auf hoher See ist, von Tieren und Kindern, von Reisen durch die ganze Welt auf dem Weg in die Häfen, wo des Liebsten Schiff hoffentlich schon vor Anker gegangen ist. Und auch eine waschechte Seefrau hat den Stift für Luserke in die Hand genommen und von ihren Abenteuern auf See berichtet.
Natürlich sind auch zwei Geschichten von seiner Frau Dorothee dabei – herzerfrischend und sympathisch erzählt sie von Fahrten quer durch Europa, nur um ihren Mann für ein paar Stunden sehen zu können. Oft hat sie ihn nicht auf seinen Reisen begleiten können. "Das Wasser ist einfach nicht mein Element, außerdem hatte ich zuerst unseren Sohn, der noch klein war und mich gebraucht hat", lacht die Seemannsfrau, "und dann ist unser Zoo immer größer geworden, Katzen, Hunde, die ich so lange nicht alleine lassen konnte. Also habe ich meine Reisen auf ein paar Tage beschränkt."
Stattdessen hat sie tagelange Fahrten und Flüge trotz Flugangst auf sich genommen, nur um kurze Zeit mit ihrem Mann verbringen zu können. "Ganz verrückt war sie da – sie hat mich besucht, ob es zu weit war, ob ich wollte oder nicht", so Luserke liebevoll. Nein, unter verrückt fällt das nicht, das ist einfach Liebe. Dorothee Luserke ist die Tochter eines Fischers der arbeitete auf einem Vegesacker Herings  Logger, seinerzeit das härteste Brot in der Seefahrt und war bis nur die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr das ganze Jahr vor Island am fischen!  So kennt sie die langen Abwesenheiten der Seeleute von Zuhause – aushalten konnte sie die oft monatelangen Reisen ihres Mannes gut. "Ich habe mir ja einen Seemann gesucht, damit er öfter weg als zuhause ist", scherzt sie mit einem Augenzwinkern. "Man ist zwar getrennt, aber doch irgendwie fester zusammen als so manches Paar, das nur nebeneinander herlebt. Wir konnten das Zusammensein, die kurzen Telefonate wirklich schätzen. Und wenn der Ehealltag eintreffen wollte, mußte er wieder seinen Seesack packen und los." Die Trennung sei ja nur äußerlich und die Zeit zusammen immer wie Flitterwochen, so die Seemannsfrau. Das ist auch deutlich aus den Geschichten der Seemannsfrauen herauszuhören, die Sehnsucht, die weiten Fahrten, das Bangen, ob man sich überhaupt trifft, alles gar nicht kitschig, sondern von gestandenen Frauen unsentimental und doch berührend erzählt.
Seit 30 Jahren sind sie nun verheiratet, die Luserkes. und seit 14 Jahren fährt Peter Michael Luserke nicht mehr zur See, durch seine Krankheit sind sie noch fester zusammengewachsen. "Wir mußten uns aber schon wieder zusammenraufen", erinnert sich Dorothee Luserke. "Er hat zuhause wieder so angefangen, wie er auf See anfangen mußte – mit dem Kartoffelschälen. Aber jetzt hat er schon wieder den Rang eines Bootsmanns geschafft."



Lesung in Elsfleth am 7. Dezember 2007
Wenn das Heimweh auf der Seele lastet
Kapitän i.R. Peter-Michael Luserke liest aus „13 Weihnachten auf See“
In Elsfleth ein immer wieder gern gesehener Gast: Peter-Michael Luserke, Kapitän i.R., aus Krummbek.
ELSFLETH (EVI)- Als Kapitän Peter Michael Luserke im Jahr 1993 seinen „geliebten und gehassten“ Seemannsberuf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, stellten er und seine Ehefrau Dorothee fest, dass sie in ihrem gemeinsamen Leben nur drei Mal das Glück hatten, Weihnachten zusammen zu verbringen. „Letztlich“, so Luserke, „gab mir das den Anstoss, das Buch ,Dreizehn Weihnachten auf See‘ zu verfassen.“
Bei seiner Lesung aus seinem ersten Erzählbändchen hatte Luserke am Freitagabend vor der Schifferrunde des „Segelclubs Weserstrand Elsfleth“ sozusagen ein Heimspiel. Denn an der Elsflether Schiffsjungenschule hatte der junge Moses Luserke seinerzeit seine seemännische Laufbahn begonnen und nach der Ausbildung die ersten Schritte an Bord gewagt. Zum ersten Mal erlebte der Schiffsjunge auch, wie zu Weihnachten das Heimweh nach der Familie die Stimmung auf den Nullpunkt bringt – wäre da nicht die freundliche Familie des Kapitäns gewesen, die den jungen Seemann unter ihre Fittiche nahm.
Weihnachten auf See – diese Tage mussten irgendwie überstanden werden, sei es in einer Südseekneipe Seite an Seite mit einem wortkargen GI oder in einer Hafenkneipe am Kiel-Kanal Seite an Seite mit tränenseligen Bordsteinschwalben. Im winterkalten Oslo hatte Seemann Luserke zumindest Zeit für ein paar Weihnachtseinkäufe. Bei der Überlegung, ob der Junior noch mit Legosteinen spielt oder ob er bereits einen Rasierapparat braucht, kam der Vater ins Grübeln. Luserke: „Gefreut hat sich der Sprössling über beides.“
Bild links von EVELYN EISCHEID

Ostfriesischer Kurier vom 13. Dezember 2007
Dreizehn Seemannsfrauen erzählen 16 Geschichten
Neuerscheinung  Peter-Michael Luserke als Herausgeber
Norden/ald - Eigentlich schreibt er lieber selbst - über die christliche Seefahrt und die Ereignisse, die er als Kapitän selbst erlebt hat. In seinem neuesten Buch, dessen Herausgeber er ist, lässt Peter-Michael Luserke schreiben. Frauen. Dreizehn Seemannsfrauen erzählen - so hat er auch den Titel genannt.
Im letzten Buch von Luserke, "Dreizehn Kapitänsgeschichten" schrieben Kapitäne ihre Geschichten und Erlebnisse nieder. Luserke fragte sich danach: "Und wer spielt im Leben eines Seemannes die wichtigste Rolle?"
Als sich dann auch noch eine Journalistin nach seinem nächsten Buch erkundigte und wissen wollte "warum eigentlich nicht einmal Seemannsfrauen?", da war der Weg zu "Dreizehn Seemannsfrauen erzählen" nicht mehr weit. Luserke: "Was folgen musste, war ganz einfach die Geschichten-Sammlung von Seemannsfrauen." Dem Kapitän a. D. gelang es, Frauen aus allen norddeutschen Bundesländern und darüber hinaus aus der ehemaligen DDR zu motivieren, ihre Geschichten zu schreiben - insgesamt 16.
"Die Frauen hatten so manche Schwierigkeit zu meistern, die oft langen Trennungen vom Ehemann zu überstehen, die alleinige Verantwortung für die Kindererziehung zu bewältigen. Seemannsfrauen halten ihrem Seemann den Rücken frei, damit er seinen verantwortungsvollen Job machen kann - immer mit dem beruhigendem Wissen: zu Hause läuft alles seinen Gang. So sind die meisten Erzählungen zwar amüsant aber doch vor einem ernsten Hintergrund zu betrachten", schreibt Luserke in seinem Vorwort.
Von einem "ganz normalen Bordbesuch" über "Flitterwochen" und einem "Besuch an Bord mit Hindernissen" folgt "eine unvergessene Reise", "die missglückte Verführung" und vieles mehr bis zu "noch einem Bordbesuch". Die Vita der Frauen, die diese spannenden Erlebnisse geschrieben haben, befindet sich jeweils im Anhang.
So ist es auch möglich, interessante Schlüsse über die unterschiedlichen Sichtweisen der Ehefrauen zu schließen, deren Erzählungen gleichzeitig ein Band zwischen den Seemannsfrauen in Ost und West ziehen.
Die 16 Seemannsfrauen-Geschichten sind nicht nur interessant und spannend, sie sind auch schnell zu lesen- die richtige Lektüre für Zwischendurch.

Emder Zeitung vom 4. Dezember 2007
Eintauchen, in die eigene Vergangenheit
Peter-Michael Luserke: „13 Seemannsfrauen erzählen“
Plön. Die heikle Zahl „Dreizehn“ hat es Kapitän Peter-Michael Luserke angetan. Er brachte schon 13 Kapitänsgeschichten heraus, 13 Weihnachten auf See, 13 Geschichten aus der Seekiste  und 13 tierische Geschichten heraus. Jetzt hat er „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ lassen, darunter auch seine eigene, gebeten, markante Geschichten aus ihrem Erfahrungsschatz beizutragen. Frauen aus allen norddeutschen Bundesländern haben sich bereit erklärt, eine Geschichte beizusteuern. Die Redaktion kommentiert Seemannsfrau Astrid Schmidt, die in der damaligen DDR aufwuchs und nun Gelegenheit hatte, die eigene Sicht der Dinge aus einer anderen Perspektive zu hinterfragen. Sie schreibt:“ Es hat mir viel Spaß gemacht, einzutauchen in die Vergangenheit.“
Und es ist eine Vergangenheit ohne Mobiltelefon, dafür mit Radio Norddeich. Die jüngste der erzählenden Damen ist 34 Jahre alt und selber gelernte Schiffsmechanikerin.  Die älteste ist 66 Jahre alt und Rentnerin. Luserke selbst sagt über die Frauen, die er erzählen lässt, anerkennend: „Sie meisterte die Schwierigkeiten an Land und hielten ihren Männern den Rücken frei."

Ostfriesen-Zeitung vom 4. Dezember 2007
Seemansfrauen sind keine Klageweiber
Von Ute Kabernagel
Seemannsbraut ist die See? Mag sein. Seemannsfrau aber ist aus Fleisch und Blut. Echt. Normal. Keine, die das Klischee vom sehnsüchtig am Hafen wartenden Liebchen erfüllt. Das lässt der Alltag nicht zu. Der will gemanagt werden. Kinder, Haus, Beruf ­ das ganz normale Leben. Und zu dem gehören die ganz eigenen Erlebnisse. Für sein neues Buch hat der Kieler Kapitän Peter-Michael Luserke Geschichten von Seemannsfrauen gesammelt. 13 ­ darunter seine eigene ­ im Alter zwischen 37 und Mitte 60 haben ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Die meisten laden ein zu Reisen, auf denen sie ihre Männer begleitet haben.
So lernt man Adelheid Homann kennen, die an Bord Bekanntschaft mit der Seekrankheit macht. Und mit Deckwasserschläuchen, die das Männerbild der Cuxhavenerin nachhaltig beeinflussen. Man begleitet Alexandra Pohl, zu DDR-Zeiten "mitreisende Ehefrau", die auf Politoffiziere und Informelle Mitarbeiter trifft. "Dreizehn Seemannsfrauen erzählen" ist kein Buch von Klageweibern, sondern eine Sammlung kurzer, unterhaltsamer und persönlicher Geschichten.

Nordwest Zeitung vom 4. Dezember 2007
Elsfleth
Wer oder was  spielt im Leben eines Seemanns die wichtigste Rolle?
Das Meer, sein Schiff, der Reeder oder die Häfen der Länder in aller Welt? Peter Michael Luserke, der selber 36 Jahre zur See fuhr und allen Höhen und Tiefen seines Berufs kennen gelernt hat, ist zu der Erkenntnis gekommen:  das Wichtigste im Leben der Seeleute sind ihre Frauen oder Freundinnen. So hat der Ex-Kapitän, der seinerzeit in Elsfleth die Schiffsjungenausbildung durchlief, dreizehn Seemannsfrauen befragt und sie gebeten, ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Empfindungen als Mitfahrerinnen an Bord, als Daheimgebliebene und immer wartenden, stets flexiblen „bessere Hälften“ aufzuschreiben. Und weil die Zahl „Dreizehn“ in allen Titeln seiner bisher veröffentlichten Erzählbände eine Rolle spielt, heißt sein jetzt im verlag einundsiebzig erschienenes Buch: „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“.
Luserke: „Sie erzählen  von den Schwierigkeiten, die zu meistern waren, von den langen Trennungen, von der alleinigen Verantwortung in der Kindererziehung. Sie hielten ihren Männern den Rücken frei, damit die ihren verantwortungsvollen Job machen konnten, immer in der Gewissheit, zu Hause läuft alles seinen Gang.“ 
Die Geschichten, die Luserke sammelte, zeigten aber auch, vor dem Mauerfall war Seefahrt West nicht gleich Seefahrt Ost.  Astrid Schmidt, gebürtig aus Güstrow und heute freie Journalistin, beschreibt die Kriterien, mit denen sich eine Seemannsfrau in der damaligen DDR  auseinander setzen musste: „Eine Frau, die ihren Ehemann auf einer Seereise begleiten wollte, musste mindestes 27 Jahre alt sein, die Familie musste Kinder haben, deren Verbleib nachprüfbar geregelt sein musste.“ Nach endlosem Behördenkleinkrieg durfte Astrid Schmidt im Jahr 1989 endlich ihren Ehemann auf der Tour nach Westafrika auf der MS „Sonneberg“ begleiten. Dass das gute Einvernehmen mit zwei weiteren mitreisenden Frau leichte Schlagseite bekam und einen Zickenalarm auslöste, lag am blondgelockten Funker, einen echten „Womanizer“ und Quasselstrippe, groß, schlank und braungebrannt. Ein Jahr nach der Wende outete sich die charmante „Quasselstrippe“ als informeller Mitarbeiter der Stasi. 
Zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts begann die eisern verteidigte Männerdomäne „Seefahrt“ zu bröckeln, immer mehr junge Frauen stehen seitdem als Schiffsmechanikerinnen, als Schiffbetriebsoffiziere oder als Kapitäninnen an Bord „ihren Mann“. Und auch die lässt Peter Michael Luserke in seinem Erzählband zu Wort kommen. Alexandra Pohl, gebürtige Bremerin, fuhr nach ihrem Studium drei Jahre als Schiffsbetriebsoffizierin bei der Reederei Hapag-Lloyd und danach drei Jahre als leitende erste Offizierin bei der TT-Line auf der „Nils Holgersson“. Fazit: Vielleicht lösen in der nächsten Zukunft die mitreisenden Seefrauenmänner die mitreisenden  Seemannsfrauen ab? (Evelyn Eischeid)


Wilhelshavener Zeitung vom 1. Dezember 2007
Neuer Band vom Autor Luserke
Plön/HL -  Kapitän Peter-Michael Luserke hat sich längst als Autor kurzweiliger Seefahrtsgeschichten einen Namen gemacht. Darin wird das Thema meist aus der Sicht der Männer beschrieben.
In seinem neuen Band „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ kommen nun Ehefrauen und sogar ein weiblicher Kapitän zu Wort. Für Abwechslung ist gesorgt: Luserke hat Geschichten von Frauen aus allen fünf Küstenländern gesammelt, darunter zwei von seiner Ehefrau. Entsprechend bunt sind die Erinnerungen, aber es finden sich auch viele Parallelen  im Erlebten und in der Wahrnehmung. Spannend ist, dass Seemannsfrauen aus Ost und West ihre Geschichten beigesteuert haben. Denn es war eben schon anders, in der DDR zur See zu fahren.


NNN Norddeutsche Neuste Nachrichten - 8.November 2007
Seemannsfrauen erzählen
Neuer Geschichtenband von Kapitän Peter-Michael Luserke
Rostock(rfa)  Kapitän Peter-Michael Luserke aus Krummbek hat sich als Geschichtenschreiber und Herausgeber von maritimen Kurzgeschichten bereits einen Namen gemacht. Zuletzt ließ er 13 Kapitäne über ihre Erlebnisse berichten, nun lässt er in einem Büchlein „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“. Luserke gewann Frauen aus allen norddeutschen Bundesländern für dieses Projekt. Was sie zu erzählen haben, ist interessant, ja spannend. Wir erfahren, wie eine mitreisende Ehefrau zu einer Halskette kommt, obwohl sie auf dem Basar  darauf schweren Herzens verzichtet hatte.
Vom missglückten Entführungsversuch durch einen Beamten aus Kuwait ist die Rede und von einer Seemannsbraut, deren Mann beinahe die eigene Hochzeit verpasste. „Zwischentöne an Bord eines DSR-Frachters notierte die gebürtige Güstrowerin Astrid Schmidt nach ihren Tagebuchaufzeichnungen. Auch die Ex-Rostockerin Bärbel Sachse berichtet von Reisen, die sie an der Seite ihres Mannes von 1965 bis 1976 auf DSR-Frachtern ins Mittelmeer und nach Westafrika führte.
Zu den Geschichten gibt es auch eine kurze Vita der jeweiligen Schreiberin.


Seeschifffahrt (VDR Verband Deutscher Reeder) - November 2007
Geschichten von Frauen
Der neue „Dreizehn ……“ Band von Kapitän Luserke stellt die Frauen in den Mittelpunkt. Sowohl die Seemannsfrauen erzählen, die Zuhause geblieben sind, als auch jene, die immer wieder an Bord kamen. Und auch Nautikerinnen kommen zu Wort, um das Bild abzurunden.
Die Texte sind dazu geeignet, viele Erinnerungen und Gefühle auszulösen und vielleicht auch selbst zur Feder zu greifen, um Erlebnisse fest zu halten.

Kieler Nachrichten Bücherbord vom 7. November 2007
13 Seemannsfrauen plaudern
Die Zahl 13 ist für einen Seemann eigentlich absolut tabu, genauso wie nach altem Aberglauben auch Frauen an Bord. Kapitän Peter-Michael Luserke aus Krummbek bei Kiel hat nun beides zusammengeführt. Und die Zahl 13 bringt ihm Glück – genauso wie die Seemannsfrauen. In diesem Herbst erschien im Plöner verlageinundsiebzig sein fünftes Buch. Unter dem Titel „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“, schildern Frauen ihre Erlebnisse mit der Seefahrt und dem Leben. Eindrücke einer Seemannsfrau beim Landgang in Afrika oder bei der Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal sind in Kurzgeschichten der 13 Frauen zusammengefasst. Jede Frau schildert dabei ganz persönlich ihre Eindrücke aus dem Leben als Seemannsfrau – und das in Ost- und Westdeutschland auf 108 Seiten zum Preis von 9,90 Euro (ISBN 978-3-928905-65-7).

Täglicher Hafenbericht - THB vom 31. Oktober 2007
Geschichten von Seemannsfrauen
„Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ heißt ein neues Buch aus dem Plöner verlageinundsiebzig Rudi Duwe. Herausgeber der 107-seitigen Publikation im handlichen Kleinformat ist der Kapitän Peter-Michael  Luserke. Er motivierte Frauen aus allen norddeutschen Bundesländern, „ihre Geschichte“ zu erzählen. Zwei Beiträge sind von seiner Gattin Dorothee, zwei Geschichten steuerte unter anderem Inge Pollmann, Ehefrau des Hamburger Hafenkapitän Jörg Pollmann bei. FBi


Der Reporter - Wochenblatt für Ostholstein und Fehmarn - 43. Woche 2007
Dreizehn Seemannsfrauen erzählen
Nach dem erscheinen der „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ sollten eigentlich wieder Seemannsgeschichten und Erlebnisse vom Autor persönlich erzählt werden. Fasziniert von der Idee „Warum nicht mal Seemannsfrauen berichten lassen“ sammelte er Geschichten, die ihm zeigten, dass Frauen hüben wie drüben so manche Schwierigkeiten zu meistern hatten, die oft langen Trennungen vom Ehemann zu überstehen, die alleinige Verantwortung für die Kindererziehung zu bewältigen.
Seemannsfrauen halten ihrem Seemann den Rücken frei, damit er seinen verantwortungsvollen Job machen kann – immer mit dem beruhigenden Wissen: Zuhause läuft alles seinen Gang. So sind die meisten Erzählungen zwar amüsant, aber doch vor einem ernsten Hintergrund zu betrachten. Denn Seefahrt West war nicht gleich Seefahrt Ost! Die Menschen hatten zwar die gleichen Sehnsüchte und Bedürfnisse, doch die gesellschaftlichen Unterschiede schufen andere Bedingungen. Die Erzählungen in diesem Buch zeigen auch diese Unterschiede, knüpfen aber gleichzeitig ein Band zwischen den Seemannsfrauen Ost und West.
Besonders freut sich der Autor, auch eine gestandenen „Seefrau“  Alexandra Pohl, für einen Beitrag gewonnen zu haben, die ihre Geschichte aus völlig anderer Sicht schreibt. Nicht als Ehefrau, Geliebte oder Freundin, sondern als selbst gefahrene und erfahrene Patentinhaberin, die das Bordgeschehen natürlich völlig anders sieht.

Probsteier Herold vom 26. Oktober 2007
Peter-Michael Luserke lässt
„Dreizehn Seemannsfrauen“ erzählen

Krummbek(CC). Der Kapitän Peter-Michael Luserke aus Krummbek hat ein neues Buch heraus gebracht. Ebenso wie vor die vorangegangenen „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ holte er sich Unterstützung für die Neuerscheinung: Frauen, allesamt mit Seefahrtserfahrung. Das Gros begleitete ihre (See)Männer auf Frachtern, Küstenmotorschiffen oder Fähren, eine der Mitautorinnen stand sogar selbst am Ruder. Dass sich die Erlebnisse der Frauen auf See von denen einer noblen Kreuzfahrt mit allem Schicki Micky unterscheiden, versteht sich von selbst.
„Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ heißt das rund 100 Seiten starke Buch, das einen interessanten Einblick in das Leben von Seemannsfamilien und –Frauen gibt. Denn es ist nichts geschönt, die Geschichten sind authentisch und schildern auf amüsante und zugleich ernste Weise den Alltag auf See – aus weiblicher Sicht. Dabei gleichen sich zwar die Schilderungen der Frauen aus Ost und West in einem, dennoch werden die gesellschaftlich bedingten Unterschiede deutlich, was einen besonderen Reiz für den Leser hat. Er erfährt, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen waren, die die Gesellschaft für Seemannsfamilien geschaffen hatte. Er erfährt aber auch, wie sich die Gefühle und Erlebnisse der Frauen gleichen, die monatelang von ihren Männern getrennt sind, in allen Belangen auf sich selbst gestellt und wahre Meisterinnen im Organisieren sind. Die Frauen schildern aus ihrer Sicht die erhebliche Belastung, die ihre Männer in der Seefahrt ausgesetzt sind.

Kieler Nachrichten vom 25. Oktober 2007
Die Seefahrt in Ost und West im weiblichen Licht
Kapitän Peter-Michael Luserke lässt „13 Seemannsfrauen erzählen“
Krummbek – Was erleben Frauen auf See, die nicht etwa eine noble Kreuzfahrt mit allem Schickimicki machen, sondern ihre (See)Männer auf Container- oder Stückgutfrachtern über die Weltmeere begleiten? Davon berichten Seemannsfrauen in dem neuen Buch von Kapitän Peter Michael Luserke „13 Seemannsfrauen erzählen“.
Die Zahl 13 findet sich in allen bisher erschienenen Büchern des Kapitäns im Ruhestand wieder. Der Krummbeker Autor lässt jetzt seinen „13 Weihnachten auf See“ und „13 Kapitänsgeschichten“ die „13 Geschichten von Seemannsfrauen“ folgen und damit die Seefahrt in Ost und West einmal in einem anderen, nämlich dem weiblichen, Licht erscheinen. Der Leser erfährt in den authentischen Geschichten den Gegensatz zwischen Ost- und West-Seefahrt, wie er bis zur politischen Wende gegeben war. Denn Frauen aus beiden Teilen Deutschlands erzählen auf gut 100 Seiten vom eigenen Geburtstag an Bord, von abenteuerlichen Afrika-Ausflügen fernab von touristischen Attraktionen, nervtötenden Reedezeiten und reichlich emotionalen Achterbahnfahrten. Schließlich mussten sich auf engstem Raum die unterschiedlichsten Charaktere für (manchmal zu) lange Zeit arrangieren.
Die Geschichten lassen Leserinnen und Leser auf heitere ebenso wie auf ernste Weise in das Seemannsfrauen- und Familiendasein hineinblicken und zeigen: Hüben wie drüben war und ist eine Seemannsfrau nicht einfach nur die Ehefrau eines Seemannes, sondern eine ganz besondere Spezies, die, wenn auch nicht mühelos, monatelange Trennung durchsteht, sämtliche Probleme in Haus und Familie allein löst und vor allem eines kann: Organisieren.  asc

Bild: Kapitän Peter-Michael Luserke aus Krummbek hat sich für sein jüngstes Buch weibliche Unterstützung geholt. Gudrun Gülzow aus Osdorf gehört zu den Verfasserinnen in dem Buch „13 Seemannsfrauen erzählen“. Foto Schmidt


Fehmarnsches Tageblatt vom 22. Oktober 2007
Schöne Kette und zweiter Landgang!
Karin Labs aus Burg erzählt von einer unvergessenen Reise
Fehmarn(Nic). Dreizehn Unglückszahl oder doch Glückszahl? Mit Aberglaube hat Peter-Michael Luserke nichts am Hut. Die „13“ hat Luserke, der Kurzgeschichten schreibt und herausgibt, nur Glück gebracht. Nach „Dreizehn Weihnachten auf See“, „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ und „Dreizehn tierische Geschichten“ ließ der Autor, der selbst 36 Jahre und zuletzt als Kapitän zur See fuhr, in „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ auch andere Kapitäne, Lotsen und Expeditionsleiter Arved Fuchs zu Wort kommen. Ganz und gar als Herausgeber fungiert Peter-Michael Luserke in seinem neuesten Werk „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“.  Der Titel ist Programm. Der Clou: Auch eine Seemannsfrau von Fehmarn, Karin Labs, Frau von Kapitän Klaus-Dieter Labs, erzählt von einer unvergessenen Reise.
Die erlebte Karin Labs als mitfahrende Ehefrau, die ihren Mann, der als 1. Offizier auf dem M.S. Padua über den Panamakanal nach Ecuador unterwegs war, um Bananen für den Nordkontinent zu laden, fünf Wochen begleitete. Das weiße, schnittige Bananenkühlschiff war wie ein First-Class–Hotel für die Passagiere ausgelegt. Nicht nur die Annehmlichkeiten an Bord, auch in den Genuss eines Landganges war Karin Labs gekommen.
Passagier fehlte
In Balboa wurden eine Bananenplantage und eine Krokodilfarm besichtigt. Und es ging zum Shoppen. Für einen hübschen Halsschmuck hatte sich Karin Labs begeistert, aber nicht genügend Geld dabei. Ein Passagier der „Padua“ hatte ihr das fehlende Geld borgen wollen, doch Karin Labs beherrschte sich, wenn auch schweren Herzens. Es ging an Bord zurück. Dort gab’s Unruhe. Die „Padua“ sollte schon längst ausgelaufen sein. Doch es fehlte ein Passagier. Josef aus Bayern, der Karin Labs das Geld für die Perlenkette hatte leihen wollen. Der Kapitän war sauer, als der Passagier eine Stunde später mit einem Extraboot angetuckert kam.
Was war passiert? Nun, Josef aus Bayern hatte, als er pünktlich an Bord gekommen war, Klaus Dieter Labs die Geschichte von der Kette erzählt, die seine Frau so schön fand. Labs bat den Mann, noch einmal an Land zu fahren, nachdem er ihm genügend Geld für die Kette gegeben hatte. Als Klaus–Dieter Labs seiner Frau später die Kette um den Hals legte, war ihre Freude groß. „Eine unvergessene Reise“ ist die Geschichte von Karin Labs unterschrieben. Jetzt dürfte klar sein, warum.

Lübecker Nachrichten vom 18. Oktober 2007
Eine feste Größe an Bord: Der eigene Ehemann
Peter-Michael Luserke legt Geschichtensammlung unter dem Titel: „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ vor
Von Martin Fricke
Fehmarn/Oldenburg – Die Liebe und das Meer – darüber lässt der schriftstellernde Käpt’n Peter-Michael Luserke diesmal „Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“, so der Titel seines neuen Geschichtenbandes.
Die Damen werfen einen etwas anderen Blick auf die Welt der Seefahrt. Eines aber auch zeigen ihre Erzählungen: Seefahrt ist und bleibt ein Abenteuer, für „Sie“ noch mehr als für „Ihn“.
Na ja, nicht selten beginnt das Abenteuer Seefahrt wohl schon vor dem heimischen Kleiderschrank. Da ist in aller Eile zu klären: “Was ziehe ich an? Was nehme ich mit für die vier Wochen im Mittelmeer?“ Überhaupt wird das Leben der Seemannsfrau hektisch, so bald sie der Liebste Knall auf Fall über Norddeich Radio oder Telefon anmorst und ein Treffen an der Schleuse Brunsbüttel oder im Hafen von Livorno vorschlägt. „Klar bei Vor – und Achterlein“! heißt es dann für die Seemannsfrau. Nicht lange gefackelt, packen was zu schnappen ist, Kinder, Hund und Einmachgurken
Irgendwie gut unterbringen und mit Volldampf auf die verabredete Position zusteuern.
Luserkes Autorinnen kommen aus West- wie Ostdeutschland. Sie kennen die sieben Weltmeere, können ein Lied singen von den quälenden Querseen der Mosquitobank, der Enge des Lebensraumes „Schiff“ dem Chaos exotischer Häfen und auch von einer Vielzahl recht heikler Situationen.  Was nehmen sie nicht alles in Kauf, um ihren Mann nach Monaten der Trennung für wenige Stunden, für kurze Tage in einem heimatnahen Hafen wiederzusehen oder ihn auf einer seiner fernen Seereisen für kaum vorherbestimmte Zeit zu begleiten?
„Das Wasser ist nun mal nicht mein Element“, gesteht einer der Kapitänsfrauen. Anderen macht die „emotionale Herausforderung“ zu schaffen, wenn sie „acht Wochen mit den unterschiedlichsten Charakteren auf engem Raum sich arrangieren“ müssen, „mit allen noch unbekannten Bedingungen“. Zur „einzigsten festen Größe an Bord“ wird dann „der eigene Ehemann“.
Unter den Erzählerinnen befindet sich auch Karin Labs, die seit 1970 auf Fehmarn lebt. Eine weitere Erzählerin mit Beziehungen zu Ostholstein ist Gudrun Gülzow, Seemannsfrau aus Rostock, die in den 1990-er Jahren als Erzieherin in Puttgarden vor Anker gegangen war.


Ostseezeitung vom 15. Oktober 2007
Buttercreme-Torte zum Geburtstag 
Geburtstage sind für Gudrun Gülzow stets etwas Besonderes, doch der 28. war unvergesslich. Gefeiert wurde im Hafen von Marseille auf dem DSR–Schiff „Bergen“. Da es an Bord nur donnerstags (Seemannssonntag) und sonntags Kuchen gibt, schmeckte die Buttercreme-Torte an einem Mittwoch besonders gut. Dies ist eine Episode aus den Erlebnissen der gebürtigen Rostockerin, die in den 80er-Jahren als „mitreisende Ehefrau“ 86 Tage auf See war. Insgesamt 13 Seemannsfrauen inklusive seiner eigenen  lässt Kapitän a.D. Peter-Michael Luserke in seinem vierten Buch zu Wort kommen.
„Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“, Peter-Michael Luserke, ISBN978-3-928905-65-7, 9,90 €
Der Autor liest am 18. Oktober um 20.00 Uhr in der Buchhandlung „Möwe“ in Rostock-Warnemünde.                                             


Probsteier Bote vom 11. Oktober 2007
Frauen spinnen Seemannsgarn
Seemannsfrauen erzählen ihre Geschichte

P.B. Kapitän Peter-Michael Luserke hat ein neues Buch heraus gebracht: “Dreizehn Seemannsfrauen erzählen“ heißt der Band, in dem Seemannsfrauen aus allen norddeutschen Bundesländern ihre Geschichte erzählen. Es ist bereits der fünfte Titel der erfolgreichen Kurzgeschichten-Reihe von Luserke.
Nach seinem letzten Werk „Dreizehn Kapitänsgeschichten“, in denen Kapitäne ihre Geschichten und Erlebnisse niederschrieben, sind jetzt die Frauen an der Reihe. „Die Seemannsfrauen haben so manche Schwierigkeiten zu meistern, die oft langen Trennungen vom Ehemann zu überstehen, die alleinige Verantwortung  für die Kindererziehung zu bewältigen und sie halten ihrem Seemann den Rücken frei“, sagt Peter–Michael Luserke.
Kapitän Luserke, der 1993 selbst aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf aufgeben musste und begann, Kurzgeschichten zu schreiben, ist diesmal der Herausgeber. „Seefahrt war nicht gleich Seefahrt. Die Menschen hatten zwar die gleichen Sehnsüchte und Bedürfnisse, doch die gesellschaftlichen Unterschiede schufen andere Bedingungen.“ Die Erzählungen in diesem Buch zeigen die Unterschiede aus der Sicht der Ehefrauen, knüpfen ein Band zwischen den Seemannsfrauen in Ost und West. Auch eine gestandene „Seefrau“ konnte  Peter-Michael Luserke für einen Beitrag gewinnen. Alexandra Pohl schreibt ihre Geschichte aus völlig anderer Sicht: Nämlich weder als Ehefrau, Geliebte oder Freundin, sondern als selbst gefahrene Patentinhaberin.

Nordsee-Zeitung vom 22. September 2007
Lust und Frust deutscher Seemannsfrauen
Die Zahl »13« hat es Kapitän a. D. und Buchautor Peter-Michael Luserke (Jahrgang 1944) angetan: Nach »Dreizehn Geschichten aus der Seekiste« und »Dreizehn Weihnachten auf See«, die das Leben an Bord beschreiben, erscheint demnächst »Dreizehn Seemannsfrauen erzählen«.
Diese Erzählungen sind ein Stück deutsch-deutscher Geschichte: »Auch wenn sich der Werdegang von Seemannspaaren in der alten Bundesrepublik – Seefahrtschule, Steuermanns-Patent, Verlobung, Seefahrtschule, Kapitänspatent, Hochzeit – von dem der Seemannsfamilien in der DDR oft unterscheidet«, berichtet der Autor über sein Werk, »eines galt hüben wie drüben: Die Frauen hatten oft Schwierigkeiten zu meistern: die langen Trennungen vom Ehemann, die Verantwortung für die Kindererziehung.«
Die meisten Erzählungen sind zwar amüsant – aber doch mit ernstem Hintergrund. Ein Gastbeitrag hebt sich von den anderen Geschichten ab. Luserke: »Alexandra Pohl schreibt nicht als Ehefrau, Geliebte oder Freundin, sondern als selbst ge- und erfahrene Patentinhaberin, die das Bordgeschehen natürlich völlig anders sieht.«