Dreizehn Kapitänsgeschichten

Peter-Michael Luserke

ISBN: 978-3-928905-52-7
Seitenzahl: 112
Verarbeitung: Broschur mit Schutzumschlag
Preis: 9,90 EUR
vergriffen

Homepage Peter-Michael Luserke


Leseprobe
Reise, Reise
von Peter-Michael Luserke

Im April 1960 hatte ich es schon mal versucht mit dem Abmustern auf meinem ersten Kümo der „M.S.Kahlenberg“. Doch der enge Kontakt zwischen Kapitän und Eigner mit meiner Mutter verhinderte dies und ich musste weitere vier Monate an Bord bleiben, schließlich war ich noch minderjährig und Kapitän Jürgens sorgte schon auf seine Weise dafür, seine Besatzung vollständig zu halten. Doch die anfängliche Euphorie war dahin und so ließ er mich im August 1960 mit dem Einverständnis meiner Mutter endlich ziehen und ich durfte abmustern. Letztere hatte natürlich erwartet, ich würde nach Hause kommen, doch danach stand mir der Sinn überhaupt nicht. Wollte endlich mal auf ein „richtiges Schiff“ – wie oft hatte ich während der Kanalpassagen und in den Häfen die großen Pötte bewundert und fing an unseren „Schlickrutscher“ zu hassen.
Im Kreishafen von Rendsburg bekam ich abgezähltes Geld für die Fahrt nach Hause und da stand ich nun mit meinem Seesack am Pier. Doch anstatt eine Fahrkarte nach Berlin zu lösen, ging ich, kaum hatte mein alter Kümo die Leinen losgeworfen, zum dortigen Heuerbaas. Zu der Zeit gab es noch eine Außenstelle der Seeleute-Vermittlung in Rendsburg. Insgesamt war ich fast neun Monate an Bord gewesen und es fehlten mir nur noch wenige Tage, um „Jungmann“ zu werden, sprich das 2. Lehrjahr zu erreichen. Der Heuerbaas hatte auch gleich ein Schiff für mich und nach Absprache mit dem neuen Reeder sollte ich per Bus nach Brunsbüttel fahren. Dort könnte ich gleich am Folgetag auf dem M.S. „Steendiek“ anmustern.
Voller Freude machte ich mich auf die Reise nach Brunsbüttel und meldete mich dort im Seemannsheim auf der Schleuse, so war es mit dem neuen Reeder abgesprochen. Es waren aufregende Stunden und ich beobachtete die ganze Nacht über den Schleusenbetrieb, als könnte ich „mein erstes großes Schiff“ herbeischauen. Endlich lief es in die Schleuse – welcher Anblick! Endlich ein Schiff, das schon eher den Erwartungen von Seefahrt entsprach als mein alter „Schlickrutscher“. Es war mit 1.783 BRT vermessen, auch wenn diese Art von Schiffsgröße heute eher einem modernen Küstenmotorschiff entspricht. Es sollte auch noch nicht in die ganz große Fahrt, aber immerhin in die mittlere Fahrt gehen und die erste Reise führte via Danzig nach Casablanca.
Ich konnte es also kaum abwarten, bis die Gangway von den Festmachern über die Reling geschoben wurde und als der Lotse, der das Schiff von der Elbe Reede in die Schleuse gebracht hatte, mich auch noch mit „Na Seemann, Dein neues Schiff?“ begrüßt hatte, schwoll mir die Brust und ich wuchs ein wenig über mich hinaus. Fast weiß, in einem hellen Grau gehalten und mit vier Stock hohen Aufbauten, alles schon recht überwältigend. Ich wurde zwar nett begrüßt aber letztendlich schon bald in meine Schranken verwiesen und mir wurde bald klar, ich war noch der „Moses“, also das letzte Glied in der Kette der Bordhierarchie. Als ich dann auch noch den 2. Offizier mit einem freundlichen „Moin Stürmann“ begrüßte – so war es auf meinem vorherigen Schiff schließlich üblich gewesen – hatte ich mir wohl unbewusst den ersten Bolzen erlaubt und somit nicht gerade den besten Start an Bord.
Der Bootsmann zeigte mir meine Kammer, die ich mit einem Messbüddel teilen sollte. Man erklärte mir meinen künftigen Dienst, unter anderem war ich auch als 3. Mann für die berühmte Hundewache eingeteilt, nämlich von Mitternacht bis vier Uhr morgens, eben mit bewusstem 2. Offizier, was nichts Gutes verhieß, wie sich schon bald herausstellen sollte. Ich durfte nämlich bei Sturm und Regen während der Revierfahrten auf der Back stehen und ein privates Wort gab es kaum. Doch alle anfänglichen Widrigkeiten wurden schnell überwunden, es überwog das Glücksgefühl endlich auf einem richtigen Schiff zu sein und ich hatte mich bald eingelebt. Das ließ auch die üblichen Hänseleien, mit denen ein Schiffsjunge nun mal leben musste, an mir abprallen. Außerdem sollte ich in ein paar Tagen zum Jungmann umgemustert werden, was mir zwar keine Vorteile einbrachte, denn ich blieb trotzdem der niedrigste Dienstgrad an Bord.
Von unserem ersten Ladehafen Danzig sah ich nicht viel. Wir luden Schüttgut und lagen weit von der Stadt und der angeblichen Amüsiermeile entfernt. So freuten sich die Matrosen, als ich freiwillig als 2. Mann die Nachtwache übernahm. Endlich war die Beladung beendet, die Luken verschlossen und das Schiff seeklar gemacht für meine erste große Reise nach Afrika.
Im Fehmarnbelt wurde es neblig und der 2. Offizier schickte mich los, um den Kapitän zu wecken. Anscheinend hatte die Wechselsprechanlage ihren Geist aufgegeben. Nun wollte ich mal zeigen, was ich kann. Wie oft war ich auf meinem ersten Kümo ausgeschimpft worden, nicht gründlich und laut genug geweckt zu haben. Jetzt sollten alle mal sehen, was ich gelernt hatte. Ich ballerte also an die Kabinentür des Kapitäns, riss sie auf und grölte erst in den Vorflur, dann auch noch in seinen Salon ein kräftiges „Reise – Reise!“. Als noch immer keine Reaktion kam – schließlich hatte mich mein vorheriger Kümo-Kapitän immer wieder gemaßregelt, dass ich nicht gründlich genug wecke und ich mich überzeugen muss, ob er auch wirklich wach sei – riss ich die Schlafzimmertür auf und grölte in den verdunkelten Raum noch lauter: „Kaptain, Reise – Reise!“ Ich hatte meinen freundlichen Weckruf noch gar nicht ganz beendet, als ein großer Schatten hinter mir her war, der mich schreiend noch um ein paar Oktaven lauter aus seinem Wohnraum trieb.
Bis zur Kieler Schleuse hatte er sich zwar beruhigt und durch den 1. Offizier bekam ich, ohne zu wissen was ich denn eigentlich falsch gemacht hätte, Bescheid, dass dies meine letzte Reise sei und ich mir von Afrika zurückkommend ein neues Schiff suchen sollte. Außerdem wollte der Kapitän mich nicht mehr sehen und ich wurde von der Wache genommen und durfte die letzten drei Wochen an Bord den Messejungen ablösen.


anBord - Das Magazin für Schiffsreisen und Seewesen vom Mai 2007
Kapitän...und Schriftsteller. Peter-Michael Luserke hat in den Jahren 1959 bis 1992 sein Leben der Seefahrt gewidmet. Der 1944 in Weißenfels geborene Kapitän verließ bereits früh die Schule um sich diesen Traum zu erfüllen und durchlief die Ausbildung bis zum Kapitän zur See in der Schule des Handelsmarine, angefangen vom Schiffsjungen über Matrose, Bootsmann, Steuermann. Nun, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf See tätig sein kann, hat er beschlossen seine Erlebnisse in schriftlicher Form weiterzugeben: »Dreizehn Geschichten aus der Seekiste« so heißt eines seiner Bücher. In 13 Anekdoten schildert er seinen Werdegang und das Leben als Kapitän an Bord eines Schiffes - seine einfache und offene Art zu schreiben macht die Geschichten selbst für »Schiffslaien« verständlich und gibt oft genug Anlass zum Schmunzeln. Aber nicht nur Peter-Michael Luserke kann von spannenden Erlebnissen auf See berichten: In seinem Buch »Dreizehn Kapitänsgeschichten« lässt Luserke Kollegen wie beispielsweise Uwe Walther, Arved Fuchs, Michael Schmidt, Markus Petersen und andere aus dem Nähkästchen plaudern und bringt dem Leser auf diese Weise die Geschichte der Seefahrt wieder etwas näher.

mare - Die Zeitschrift der Meere - Februar/März 2007
Unter der mare-Rubrik »Hier spricht der Kapitän« (Folge 8) wird eine spannende Geschichte aus dem reichen Geschichtenfundus des pensionierten Kapitäns Peter-Michael Luserke aufgezeichnet. Wer erzählt die besten Geschichten vom Meer? Menschen, die den Ozean erlebt haben. mare lässt auf dieser Seite pensionierte Kapitäne zu Wort kommen. Sie beschreiben ein Ereignis, das ihnen wie kein anderes in Erinnerung geblieben ist. Kein Seemannsgarn, sondern Botschaften aus der Wirklichkeit der Seefahrt.

Kieler Nachrichten vom 21. April 2006
Ein Buch voller Seebären-Geschichten Krummbek – Was Kapitäne zu erzählen haben…..Peter-Michael Luserke aus Ratjendorf hat in seinem vierten Buch „alte Seebären“ zu Wort kommen lassen und stellt „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ vor - eine Mischung, die die Seefahrt mit all ihren Facetten darstellt. Authentisch sollten sie sein, selbst erlebt und aufgeschrieben. Der pensionierte Kapitän Peter-Michael Luserke, der mit seinem Buch „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ erfolgreich war, hat sich für seine neue Veröffentlichung kompetente Mitstreiter gesucht. Sie beleuchten, jeder auf seine individuelle Weise, die Seefahrt in Ost und West. Auch Kapitäne, die zu Zeiten der Deutschen Seereederei in Rostock auf den Weltmeeren schipperten, erzählen aus dem Alltag- und der unterschied sich nicht wesentlich von dem ihrer Westdeutschen Kollegen. Auch Abenteurer Arved Fuchs gehört mit zum Autorenkollektiv. Entstanden ist ein Buch, das den Leser mit an Bord nimmt, ihm Einblick in den Alltag der Seeleute gewährt, ihm vielleicht auch den verklärten Blick auf ein allzu abenteuerlich anmutendes Leben nimmt. Die Dreizehn Kapitänsgeschichten“ sind ab sofort exklusiv in der Haupt und allen Zweigstellen der Kieler Nachrichten zu bekommen. In den Buchhandlungen ist das Buch ab 15. Mai zum Preis von 9,90 € erhältlich.

Probsteier Herold vom 25. April 2006
„Dreizehn Kapitänsgeschichten“: Einblick in den Alltag auf See Krummbek(asc) Peter-Michael Luserke aus Ratjendorf schreibt seit gut zwei Jahren das auf, was er in seiner aktiven Zeit als Seemann und Kapitän erlebt hat. Nach dem Erfolg von „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ hat er sich für sein viertes Buch etwas Besonderes ausgedacht: Er konnte elf ehemalige Kapitäne, darunter auch den Abenteurer Arved Fuchs, zur Mitarbeit gewinnen. So ist ein spannendes Buch entstanden – ein gelungener Mix aus dem Seemannsalltag. Mit der Zahl 13 und der Authentizität bleibt der Autor beim Bewährten. Für sein jüngstes Projekt konnte Peter – Michael Luserke „alte“ Kapitäne aus Ost und West gewinnen, die aus ihrer Fahrenszeit, dem Alltag an Bord oder den verschiedenen Rahmenbedingungen erzählen. Ein individueller Erzählstil, die unterschiedlichen Fahrtgebiete oder die menschlichen Erlebnisses sind es, die hier eine gelungene Mischung ergeben und das Buch lesenswert machen. Begeistern konnte Luserke nicht nur Lotsen und ehemalige Kapitäne wie den Schönberger Michael Schmidt, sondern auch den Abenteurer Arved Fuchs, der seine Geschichte „Die Wiege der Stürme“ beisteuerte. Das Buch nimmt den Leser mit an Bord und gibt ihm Einblick in den Alltag der Seeleute.

Der Probsteier vom 24. Mai 2006
Dreizehn Kapitänsgeschichten: Neues Buch von Peter-M. Luserke Krummbek – Was eine echter Seebär ist, den lässt die Schifffahrt auch im Ruhestand nicht los. So auch bei Peter-Michael Luserke. 1992 ist der Kapitän aus Krummbek endgültig an Land gegangen. Und hat dort, mit Blick auf die See, angefangen, seine Erinnerungen, Erlebnisse und Reisen in Kurzgeschichten zu verarbeiten. Im Juni erscheint sein viertes Buch. Abergläubisch ist man bei der christlichen Seefahrt nicht: Das zeigt schon der Titel seines neuen Werkes „Dreizehn Kapitänsgeschichten“. Die „13“ ist sein Markenzeichen, „Dreizehn Weihnachten auf See“, „Dreizehn tierische Geschichten“ und „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ hat der 62-Jährige bereits zu Papier gebracht. Und ein Ende ist noch lange nicht Sicht. „Angefangen zu Schreiben habe ich eigentlich, weil ich aus gesundheitlichen Gründen das zur See fahren aufgeben musste und nicht wusste, was ich den ganzen Tag zu Hause machen soll“, sagt der gebürtige Berliner, den das Meer bereits mit 15 Jahren so faszinierte, dass er die Schule abbrach und als Moses anheuerte. Seine Frau habe ihn auf die Idee gebracht, Erlebnisse und Geschichten von seinen Reise zu erzählen: „Ihr habe ich die Anekdoten immer bei der Heimkehr erzählt.“ Wahr sind seine Geschichten alle: „Seemannsgarn erzähle ich nicht“, sagt Luserke, der sich nicht wie sein berühmter Großvater Martin Luserke als Schriftsteller, sondern als humoriger Erzähler versteht. Mit seinem reichen Schatz an Erlebtem ist er unter den Seemännern übrigens nicht alleine: „Für das neue Buch habe ich im Nautischen Verein Kiel Kapitäne und Lotsen gefragt, ob diese nicht eine Geschichte beisteuern wollte“, erzählt Luserke. Bekommen hat er so viele Manuskripte, dass er fünf Bücher hätte füllen können. Auf elf Co-Autoren musste sich Luserke, der selbst zwei Geschichten beigesteuert hat, beschränken: Weltenbummler Arved Fuchs ist darunter, genau wie der in Heikendorf aufgewachsene Kapitän Uwe Walther. Sie alle berichten von ihren Erlebnisse auf hoher See, von blinden Passagieren und langen Törn – immer mit einer Portion Humor dabei, die das Buch auch für Landratten lesenswert macht.

Rezension aus der "Schiffahrt International" 06/2006
Dreizehn maritime Geschichten von zwölf Kapitänen, darunter dem bekannten Forscher und Abenteurer Arved Fuchs, bilden ein kleines aber kurzweiliges Büchlein aus dem verlag71, zusammengestellt von Peter-Michael Luserke, der auch die erste und letzte Story zum Besten gibt. Dazwischen liegen elf andere Erlebnisberichte, die aber nicht als solche „ausschauen“, sondern flüssig und oft mit einem schelmischen Augenzwinkern wirklich Erlebtes wiedergeben, ohne als Seemannsgarn apostrophiert zu werden. Seefahrt war früher und ist auch noch heute ein lebendiges Metier, das dem, der es einmal in sich aufgenommen hat, wirklich Lebensinhalt wurde. Auch das wird in den 13 Geschichten erkennbar. Lassen Sie sich ein wenig von einer ganz natürlichen Welt der Seefahrer verzaubern und über kleine oder auch größere Begebenheiten des Berufes informieren. Im gleichen Verlag sind bereits zwei kleine Bücher von Peter-Michael Luserke mit jeweils 13 Geschichten, einmal „aus der Seekiste“ und zum zweiten aus dem Tierreich erschienen.

Rezension aus der Brunsbütteler Zeitung vom 12. Mai 2006
Willkommen an Bord Authentische Geschichten von der Seefahrt – kein Seemannsgarn Brunsbüttel(beh) „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ hat Peter-Michael Luserke in seinem nunmehr vierten Buch zusammengefasst, das am Montag in den Handel kommt. Schon heute ist das Buch bei Schopf erhältlich. Quasi ein Dankeschön an den Buchhändler Dietrich Wienecke, der als Erster Luserkes Bücher ins Programm nahm. Die „13“ im Titel ist Luserkes Markenzeichen. In seinem ersten Buch erzählte der ehemalige Kapitän von „Dreizehn Weihnachten auf See“, in seinem zweiten Buch holte er „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“, „Dreizehn tierische Geschichten“ hatte er in seinem dritten Buch parat – und jetzt eben „Dreizehn Kapitänsgeschichten“. Doch erstmals kommen die Geschichten nicht nur von Luserke. Insgesamt elf Autoren – darunter Kapitäne, Lotsen und auch der Weltenbummler Arved Fuchs – haben Texte beigesteuert. Nur die erste und letzte Geschichte hat Luserke selbst verfasst. „Die Idee, auch Geschichten von anderen mit in das Buch zu nehmen, hatte ich schon vor zwei Jahren, erzählt Luserke. Bei einem Treffen des Nautischen Vereins Kiel habe er dann mehrere Kollegen angesprochen, ob sie Lust hätten, Döntjes beizutragen. „Die Resonanz darauf war gewaltig“. Fünf Bücher könnte er mit den Kapitänsgeschichten füllen, lacht Luserke, der überzeugt ist: „Viele hatten ihre Geschichten wohl schon in der Schublade liegen und nur darauf gewartet, sie veröffentlichen zu können“. Seemannsgarn soll übrigens nicht gesponnen werden in dem Buch, versichert Luserke. „Das sind alles authentische Geschichten“! Das Gesamtwerk spiegele ein Stück Seefahrtgeschichte der Nachkriegszeit und nimmt den Leser mit an Bord. „Und das auch auf Schiffe der DDR, die seinerzeit vieles anders sahen als wir.“ Anders als sein bekannter Großvater Martin Luserke sieht sich Peter-Michael Luserke nicht als Schriftsteller. Aber er erzählt gerne Geschichten, besonders humorige. Gerne liest der 62-Jährige, der in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kiel lebt, vor Publikum. Gut drei Dutzend Lesungen zählte Luserke im vergangenen Jahr und auch 2006 werden es wieder so viele werden. Am Sonntag, 29 Oktober, kommt er für eine Lesung nach Brunsbüttel. Ab 16 Uhr wird er dann im „Hotel zur Traube“ Döntjes aus seinem neuen Buch zum Besten geben. Peter-Michael Luserke wurde 1944 in Weißenfels geboren. Aufgewachsen in Berlin-Dahlem, verließ er mit 15 Jahren die Steinerschule, um sich seinen Traum von der Seefahrt zu erfüllen. Er durchlief die Ausbildung zum Kapitän zur See in der harten Schule der Handelsmarine, angefangen vom Schiffsjungen über Matrose, Bootsmann, Steuermann. Aus Gesundheitsgründen musste er seine geliebte See vor einigen Jahren verlassen. Jedoch sieht er sie jeden Tag von seinem Wohnsitz aus, einem 68-Seelen-Dorf bei Kiel- und zeitweise auch von seinem Ferienappartment am andalusischen Mittelmeerstrand. „Dreizehn Kapitänsgeschichten“, verlageinundsiebzig, ISBN 3–928905-52-X, 111 Seiten

Ostseezeitung/Rostocker Zeitung vom 28. Juni 2006
Kapitäne griffen zur Feder Geschichten von der Seefahrt werden seit Menschengedenken geschrieben und überliefert. Jede Zeit hat ihre Eigen- und Besonderheiten, die sich in den Erinnerungen spiegeln. Aber auch der Wandel zeigt sich, den die Seefahrt bis zum heutigen Tage erlebt hat. Exemplarisch dafür stehen die jetzt erschienenen „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ aus dem verlag_einundsiebzig, der im schleswig – holsteinischen Plön angesiedelt ist. Das lediglich etwas mehr als 100 Seiten zählende Büchlein ist eine illustre Zusammenstellung von Kurzgeschichten, Begebenheiten und Anekdoten, niedergeschrieben von Fahrensleuten aus Ost und West. In schlichten Worten, garniert mit detailgetreuen Beobachtungen und emotionalen Momenten. Unter den Kapitänen aus hiesigen Breiten schildert zum Beispiel Michael Schmidt aus Ribniz-Damgarten das Phänomen „Blinde Passagiere“ und Frank Gülzow aus Bergen auf Rügen erzählt „Vom Angeln und Schwitzen“ auf hoher See.

Rezension aus Laboe - das Magazin, Juni 2006
Die Zahl 13 hat es Peter-Michael Luserke angetan. „Dreizehn Weihnachten auf See“ „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ „Dreizehn tierische Geschichten“ und jetzt neu erschienen: „Dreizehn Kapitänsgeschichten“. Das sind die Titel seiner bisher erschienenen Bücher mit Kurzgeschichten aus der Seefahrt, die der seit 1992 im Ruhestand lebende Kapitän in seiner fast 40-jährigen Seefahrtsgeschichte größtenteils selbst erlebt und gelebt hat. Mit 15 Jahren hat er bereits alles hinter sich gelassen und als Moses auf Schiffen angeheuert. Seit dem hat ihn das Meer nicht mehr losgelassen und auch nach gesundheitlichem Aussteigen von der aktiven Seefahrt lässt ihn die Zunft keine Ruhe. Von seinem Altenruhesitz in Ratjendorf bei Krummbek/Schönberg oder auch von seinem Mittelmeerdomizil schweift er immer wieder ab in die Ferne und Weite der Ozeane und erinnert sich immer wieder aufs Neue von Erlebtem während seiner Fahrenszeit auf den Schiffen der Weltmeere um dieses zu Papier zu bringen. Für sein neustes Buch „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ hat er beim Nautischen Verein in Kiel Kapitäne und Lotsen befragt und außer seinen beiden eigenen Beiträgen elf weitere Geschichten unter anderem auch von Weltenbummler Arved Fuchs sowie dem aus Heikendorf stammenden Kapitän Uwe Walther veröffentlicht. All seine Bücher sind natürlich im Buchhandel unter der ISBN 3-928905-52-X Zu bekommen, in Laboe bei der Buchhandlung Elatus an der Strandstraße oder auch bei uns in der Friedrichstraße 2, Repro Studio Peschke

Wilhemshavener Zeitung vom 17. Juni 2006
Von Schiffsjungen, Stürmen und Landgang. Taschenbuch „Kapitänsgeschichten“. Kein Seemannsgarn, sondern wahre Erlebnisse finden die Leser in dem Taschenbuch „Dreizehn Kapitänsgeschichten“, Herausgeber ist Kapitän und Autor Peter-Michael Luserke, der auch die erste Geschichte geschrieben hat. In seinem vierten Buch kommen neben ihm elf weitere, erfahrene Seeleute zu Wort. Unter ihnen kein geringerer als Arved Fuchs – bekannt geworden durch seine spektakulären Abenteuer-Reisen. Doch dessen Beitrag ist beileibe nicht der einzig lesenswerte in diesem Taschenbuch. Freunde maritimer Geschichten werden auch an den anderen Erinnerungen ihre Freude haben. Wer selbst zur See gefahren ist, wird gewiss manches wieder erkennen. Aber auch für interessierte „Landratten“ ist alles so unterhaltsam und verständlich erzählt, dass es kein Seemannsgarn zu entwirren gibt.

Deutsche Schiffahrts-Zeitung Nr. 132 vom 11. Juli 2006
Nach „Dreizehn Weihnachten auf See“, Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ und „Dreizehn tierische Geschichten“ setzt der 1944 in Weißenfels geborene, in Berlin-Dahlem aufgewachsene und mit 15 Jahren zur See gegangene und bis zum Kapitän avancierte Autor, der vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen seine Seemannskarriere beenden musste und seitdem vorwiegend in einem 68-Seelen-Dorf bei Kiel lebt, auch bei seinem vierten Buch auf die von ihm offensichtlich als Glückszahl angesehene 13. Anders als bisher lässt der auch durch seine zahlreichen Autorenlesungen als äußerst authentischer und anschaulicher Erzähler bekannt gewordene Luserke dieses Mal jedoch auch andere Kapitäne, Lotsen und sowie den Abenteurer und Expeditionsleiter Arved Fuchs zu Wort kommen, lediglich die erste und letzte Geschichte handelt von seinem eigenen Erleben. Die Mischung der unterschiedlichsten Schiffe, Orte, Anschauungen und Persönlichkeiten macht den besonderen Reiz und die Lebendigkeit dieses von ihm herausgegebenen Buches aus, das damit auch ein Stück Seefahrts-Geschichte der Nachkriegszeit widerspiegelt. Dabei wird der Leser auch mit auf die Schiffe der ehemaligen DSR genommen, auf denen manches anders gesehen wurde als im Westen

Weserkurier vom 14. Juli 2006
Bordlektüre Als die Seeleute noch Landgang hatten Jedem, der in die gute alte Zeit der christlichen Seefahrt eintauchen möchte, sei ein kleines Büchlein empfohlen; „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ heißt es und stammt vom Kapitän Peter-Michael Luserke. Es bündelt 13 vergnügliche Geschichten aus dem Bordalltag. Zwei stammen von Luserke selbst, der einst in Elsfleth die Schiffsjungenschule besuchte und später als Kapitän große Containerschiffe über die Weltmeere steuerte. Für die elf anderen Texte hat er Autoren gewonnen, darunter auch den Weltenbummler Arved Fuchs. Sie spinnen in dem 111 Seiten zählenden Buch alles andere als Seemannsgarn, sondern berichten von authentischen Erlebnissen vor allem in der Nachkriegszeit. Als die Schiffe noch länger im Hafen lagen und ein Seemann noch Landgang hatte. Ein nettes handliches Buch – und es passt in jede noch so kleine Bordbibliothek.

International HANSA Maritime Journal Juli 2006
Buchtipps: „Dreizehn Kapitänsgeschichten“, gesammelt und herausgegeben von Peter-Michael Luserke, verlageinundsiebzig, Pb, 111 Seiten, ISBN 3–928905-52-X, 9,90 €. - Gestandene Fahrensleute berichten in dieser kurzweiligen Sammlung von besonderen Erlebnissen aus ihrem Berufsleben.

Emder Zeitung vom 15. Juli 2006
13 Kapitäne erzählen - Beitrag zur Seefahrtsgeschichte der Nachkriegszeit. - Geschichten aus ihrer Fahrenszeit erzählen zwölf Kapitäne aus dem ehemaligen Osten und dem Westen, darunter der Abenteurer Arved Fuchs, der durch seine Expeditionen bekannt wurde. Als er unter seinen Kollegen herum fragte, stieß Kapitän Peter–Michael Luserke überall auf offene Ohren. „Manche Kapitäne hatten die Geschichte schon fertig in der Schublade.“ Luserke selbst ist in der Geschichte mit zwei Texten vertreten, das den Titel „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ trägt. Besonders gefreut habe er sich über den Beitrag von Arved Fuchs. Diese Beteiligung sei für den viel beschäftigten Mann aus Bad Bramstedt nicht selbstverständlich. Luserke legte Wert darauf, authentische Geschichten in dem 111-seitigen Band zu versammeln. Das nächste Buch aus der Werkstatt von Luserke ist schon in Arbeit. Er lässt dreizehn Seemannsfrauen zu Wort kommen. Die ins Auge gefassten Damen seien bereits verständigt, die ersten vier Geschichten lägen bereits komplett vor.

NNN Norddeutsche Neuste Nachrichten / Rostocker Anzeiger vom 19. Juli 2006
Nicht nur bei den Seeleuten der DSR machen die „Bordgeschichten“ Furore. Inzwischen ist bereits der 6. Band erschienen und der nächste ist in Vorbereitung. „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ hat auch Peter-Michael Luserke im verlag71 in Plön herausgegeben. Der einigste Fahrensmann, der seine seemännische Laufbahn bei der Schwergut–Reederei Hansa begann und später bis 1993 als Kapitän in der Containerfahrt tätig war, hat dafür elf Co–Autoren gefunden. Sie fuhren wie Luserke, als Kapitän zur See und einige stammen, wie Manfred Schmidt und Frank Gülzow, auch aus der heimischen Region. Die Geschichten erinnern an die Schiffsjungenzeit und auch daran, dass die Seeleute einst noch Zeit zum Landgang hatten. Ein Landgang in Rostock wurde in der Zeit des kalten Krieges Hans–Joachim Braun unvergesslich. Der Abenteurer und Forscher Arved Fuchs berichtet über eine seiner Reisen. Von falschen Dollarscheinen berichtet Boy Michelsen. Plattdütsch führt uns Hermann Berg zu einer feucht fröhlichen Fahrt nach Finnland. Von einem geplagten Ladeoffizier erzählt Garrit Leemreijze.

Wesermarschzeitung vom 29. Juli 2006
13 Kapitäne nehmen den Leser mit auf die Reise Buchbesprechung Kurzgeschichten-Sammlung auch für die Nicht-Nautiker interessant. Von Evelyn Eischeid. - Elsfleth: Mit dreimal dreizehn Geschichten (aus der Seefahrt und der Tierwelt) in drei Bänden hat der pensionierte Kapitän Peter-Michael Luserke nicht nur in Seemannskreisen viele Leserfreunde gefunden. Für sein neues Büchlein „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ hat der gebürtige Berliner zwölf Berufskollegen mit ins Boot geholt. Alle dreizehn Kapitäne haben die klassische Ausbildung „vom Moses zum Kapitän“ genossen und bieten in ihren Erinnerungen ein authentisches Bild der Seefahrt in der Nachkriegszeit. „Es sollten Erlebnisse niedergeschrieben werden, in denen nicht nur der Dienstgrad das Wichtigste ist“ schreibt Luserke in seinem Vorwort, „die Triebfeder der Erzähler sollten Schiffe, exotische Orte und ganz persönliche Erlebnisse sein. So spiegelt sich ein Stück „Seefahrtsgeschichte wieder.“ Besonders erfreut war Luserke über den Beitrag des Kapitäns und Abenteurers Arved Fuchs. Der Autor zahlreicher Expeditionsbücher berichtet von seinem Segeltörn auf dem Haikutter „Dagmar Aen“ vom Ausgangspunkt Dutsch Harbour auf den Aleuten zu den vorgelagerten Inseln: “Die Wiege der Stürme.“ Boy Michelsen, Kapitän und „Visurge“, der 1968 in Elsfleth sein A-6 Patent machte, erzählt von seiner letzten Reise, bevor er zum Seelotsen ausgebildet wurde. 1978 ging diese Reise auf einem Massengutfrachter von Norwegen an das Schwarze Meer, Zielhafen das rumänische Konstanza. Nach dem Jahreswechsel im eiskalten und bitterarmen Rumänien führte der Törn in wärmere Gefilde: in Santa Marta (Kolumbien) bekam Kapitän Michelsen ein unverschuldetes Problem mit gefälschten Dollarnoten, die fast zum „Abgang mit Handschellen“ geführt hätten. Mit im Bunde der dreizehn Seefahrtsautoren ist Garrit Leemreijze, Kapitän und Vorstandsmitglied im Deutschen Nautischen Verein. Auf seiner Afrikafahrt im Jahr 1962 machte der damals 25-jährige Erster Schiffsoffizier Leemreijze die Erfahrung, dass man im afrikanischen Abidjan mit Kenntnissen in der französischen Sprache gut beraten ist. Wenn nicht, dann passiert es, dass der Kapitän sein Schiff fröhlich über die Toppen flaggt, statt aus gegebenen traurigem Anlass die Fahne auf Halbmast zu setzen. „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ sind nicht nur ein Lesevergnügen für Seeleute. Landratten sei geraten, um die Terminologie der Kapitäne zu verstehen und nicht näher erläuterte Häfen zu orten, ein Lexikon und einen Atlas bereit zu legen. Voraussichtlich im Herbst wird der Autor auf Einladung von Kapitän Horst Werner Janssen zu einer Lesung nach Elsfleth kommen.

Nordsee-Zeitung vom 5. August 2006
Kapitäne ohne Seemansgarn Die Zahl 13 ist für Kapitän Peter-Michael Luserke eine Glückszahl und so steht sie auch im neuesten Buch des Autoren von der schleswig-holsteinischen Ostküste im Mittelpunkt. Er hat hier 13 Geschichten zusammengetragen, die ihm elf Kapitäne überlassen haben. Hier geht es aber nicht um Seemannsgarn, sondern tatsächliche Erlebnisse und Erfahrungen, die diesen Männern eine Wende in ihrem Leben brachten oder auch einschneidend für ihren weiteren Weg waren. Diese Anekdoten sind gleichzeitig Zeitdokumente. Auffallend ist, wie viele dieser Erlebnisse hier aus der Schiffsjungenzeit stammen. Luserke, der selbst auch zwei Geschichten beisteuert, war überrascht, wieviele seiner Kollegen hier das eine oder andere Anekdötchen, große und kleine Erlebnisse, die sie für andere erzählenswert hielten, bereits in der Schublade aufgeschrieben liegen hatten. So könnten es noch weitere Kapitänsgeschichten-Sammlungen geben. Luserke hat die unterhaltsamen Aufzeichnungen durch die jeweiligem Biographien ergänzt, so dass die Geschichten auch chronologisch eingeordnet werden können und ein Stück Seefahrt-Geschichte der Nachkriegszeit widerspiegelt. Gemischt sind hier Berichte von Kapitänen aus den alten und den neuen Bundesländern enthalten. Gerade dies gibt durch verschiedene Blickwinkel einen besonderen Reiz. Zu den Kapitänen gehören nicht nur der langjährige Geschäftsführer des Deutschen Nautischen Vereines, Garrit Leemreizje, sondern auch Arved Fuchs. ki

Deutsche Seeschifffahrt - August 2006
Peter Michael Luserke ist bekannt für seine kleinen Erzählbände, in denen viel Menschlichkeit und Wärme zwischen den Zeilen steckt. Nach dem unerwarteten Erfolg der „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ wuchs die Idee, doch auch andere Kapitäne eine Geschichte erzählen zu lassen. Denn welcher Kapitän hätte keine Geschichte zu erzählen! Sie sollten in der gleichen Form geschrieben sein, wie die eigenen, mit Wert auf tatsächlich erlebten, egal aus welcher Zeit und Dienstgrad, welchem Schiff order Orten, Hauptsache authentisch. Luserke machte sich auf den Weg und sprach mit früheren Kollegen, Bekannten und Lotsen, um sie für dieses Projekt zu gewinnen. Die Reaktionen waren unterschiedlich. Einige hatten bereits fertige Manuskripte parat, andere wieder zierten sich. Besonders freute Luserke sich, dass Arved Fuchs, der bevor er mit seinen Expeditionen begann, bei der Hansa fuhr, eine Geschichte seiner Abenteuer zur Verfügung stellte. Geschichten hat Luserke, der dieses Mal als Herausgeber auftritt, genug erhalten, um drei weitere Bücher zu füllen. Die erste und letzte Geschichte hat sich Luserke selbst vorbehalten. Das Gesamtwerk spiegelt ein Stück Seefahrtsgeschichte der Nachkriegszeit und nimmt den Leser mit an Bord. Und das auch mit auf Schiffe der DSR, die seinerzeit eine ganz andere Welt zu sehen und erleben bekamen als die Seeleute auf den Schiffen der Bundesrepublik sie erleben durften.

Monatsmagazin 53 Grad Leben zwischen Jade und Ems - September 2006
Seemannsgarn? Die See hat das Leben vieler Ostfriesen geprägt und tut es noch immer. Einer, der auch viel vom Meer und der Seefahrt zu erzählen hat, ist Peter-Michael Luserke. Und er tut es am liebsten in seinen Büchern. »Dreizehn Geschichten aus der Seekiste« oder »Dreizehn Kapitänsgeschichten« heißen die Titel und schildern authentisch das Leben an Bord auf hoher See. Luserke selbst brachte es vom Schiffsjungen bis zum Kapitän, kennt die Sprache der Seeleute und enthält sie seinen Lesern auch nicht vor. In »Dreizehn Kapitänsgeschichten« kommen auch andere Kapitäne als Autoren zu Wort. Die Bücher von Peter-Michael Luserke gibt es im Buchhandel und sind im verlageinundsiebzig in Plön erschienen. Mehr unter www.luserke.info ... nicht gelogen.

See sozial vom Oktober 2006
Wieder eine kleine Sammlung interessanter Geschichten aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und Fahrtgeschichten. Kurzweil ist dem maritim interessierten Leser auch dank der 13 verschiedenen Autoren garantiert.

Ostfriesenkurier vom 7. Oktober 2006
Als der Landgang noch die Würze des Seemannslebens war. „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ von Peter-Michael Luserke Krummbek/Ostfriesland/ald – Wer das Wasser liebt, gern Döntjes hört und auch die eine oder andere Prise Seemannsgarn verträgt, der sollte sich das neue Werk von Peter-Michael Luserke vornehmen: In „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ lässt Luserke elf gestandene Kapitäne Seefahrergeschichten aus der Nachkriegszeit erzählen, die – durch die Bank – zum Schmunzeln veranlassen. Der bekannteste der Autoren ist übrigens Abenteurer Arved Fuchs. Alle Erzählungen sind authentisch und stammen aus der Zeit, als es noch große Besatzungen an Bord der Schiffe gab. Luserke selbst – auch er war Kapitän – steuert zwei Erlebnisse bei. In der ersten wird dem Moses an Bord das falsche Wecken seines Kapitäns zum Verhängnis, in der letzten erinnert sich der Autor an eine „alte Flamme“, die er 15 Jahre nicht gesehen hat. Natürlich kommt er zu spät – und ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Alkohol und Kneipen spielen auch in anderen Geschichten eine wichtige Rolle. Das wundert nicht, denn damals war der Landgang noch die Würze des Seemannslebens. Das jedenfalls stellt Uwe Walther fest, der in „Landgang“ ein Bier für jeden bestellt – „oder die Musikbox fliegt aus dem Fenster“. Die Ausbildung in der Moses-Fabrik (Schiffsjungenschule) oder auf dem Drei-Mast-Toppsegelschoner, der Maschinenschaden im Nordatlantik, als dann auch noch „Rasmus gelegentlich über die Back“ geschaut hat, die 18-Meter-Brecher der Februar-Sturmflut 1962, Falschgeld, mit dem 50 Kisten Dosenbier bezahlt wurden und warum es so „schietkoolt“ in Finnland ist – all das und noch viel mehr fesselt den Leser, wenn er denn seefest ist, wenn er sich zu den Seeleuten, Seglern oder Wasserratten zählt, die ein wenig Ahnung haben von der Seefahrt, dem Segeln, Schiffen, dem Wasser und vom Meer. Ist das nicht der Fall, kann es auch Probleme geben: „Das Segel hat ungerefft eine Fläche von 100 qm, hinzu kommen Gaffel und gegebenenfalls ein Topsegel – zum Holen der Schoten, zum Durchsetzen der Backstagen oder Dirken bedarf es der Freiwache, die zweiköpfige Wache kann dergleichen allein nicht leisten.“ Na, alles verstanden? Ja! Dann versteht man auch den Rest – und der macht einfach Spaß. Die 13 Kapitänsgeschichten sind eine ausgezeichnete Lektüre für lange Herbstabende.

Jahrbuch für Schleswig-Holstein 2007 - Oktober 2006
Peter-Michael Luserke hält es mit der Dreizehn. Bücherreihe mit Interessantem aus der Schifffahrt. K.H.F. Recht unterschiedlich ist die Meinung über die Dreizehn. Viele sagen sie sei ein Unglücksbringer. Man sollte keinesfalls zu diesem Termin auf Reisen gehen oder gar …“in See stechen“ Peter Michael Luserke ein Seebär per exelence: Vor gut 62 Jahren in Berlin geboren und mit 15 Jahren auf einem Rendsburger Klütenever als Moses eingestiegen, hat der heutige Buchautor eine andere Meinung; er führt die Zahl Dreizehn im Panier. 36 Jahre an Erlebnissen reiche Fahrenszeit hatte der heute in Ratjendorf/Krummbek beheimatete Seekapitän hinter sich, als er krankheitsbedingt abmusterte und einen neuen Kurs avisierte: Er wurde zum Autor maritimer Schriften. So erinnerte er sich an seine auf See. Er griff dreizehn „Heilige Abende“ heraus, beschrieb sie und ließ sein erstes Büchlein mit entsprechendem Titel…und der Dreizehn erfolgreich vom Stapel laufen. (Es erfährt Überarbeitung und Neuauflage) Luserke blieb der Seefahrt samt Schreiberei treu. Er kramte in der „Seekiste“ der Erinnerungen und schickte Büchlein zwei mit diesem Titel auf gleichen Kurs. Nicht unbedingt vom Salzwasser beleckt, folgten „Dreizehn tierische Geschichten“ im Kielwasser der Vorgänger. Dann heuerte der Enkel des bekannten Schriftstellers Martin Luserke und Sohn eines Journalisten für sein viertes Buch elf weitere bekannte Kapitäne an, damit sie von ihren Erlebnissen erzählen. Wie etwa der Abenteurer Arved Fuchs aus der „Wiege der Stürme“ H.J. Braun und Boy Michelsen um nur einige Autoren zu nennen.

Segeberger Zeitung - 20. November 2006
Büchertisch - Kapitäne und ihre Geschichten. Elf Seeleute, die was erzählen können, hat sich Peter-Michael Luserke für sein neues Buch ins Boot geholt: “Dreizehn Kapitänsgeschichten“ bieten einen kurzweiligen Querschnitt durch die christliche Seefahrt, der nicht nur Leute vom Fach interessieren dürfte. Dabei hat Luserke, der selbst jahrzehntelang als Kapitän weltweit zur See gefahren ist, diesmal auch eine Reihe Seefahrer aus Ostdeutschland zum erzählen bewegen können. Was es mit blinden Passagieren auf sich hat, beschreibt Michael Schmidt, der seinen Start bei einer Frachtreederei in Rostock gemacht hat. Auf Rügen ist Kapitän Frank Gülzow geboren, der seit 1996 als Seelotse in Kiel arbeitet. „Vom Angeln und Schwitzen“ handelt seine Geschichte. Einen bewegten Lebensweg hat Garrit Leemreijze hinter sich, 1937 in Hamburg geboren, nach Breslau umgezogen, von dort evakuiert und geflüchtet und nach vielen Seereisen schließlich im Verlagswesen für Nautik gelandet. Er berichtet von den Tücken einer Afrikafahrt. Aber auch Kapitäne aus Schleswig Holstein lässt Luserke zu Wort kommen. So berichtet der Sylter Boy Michelsen über seine letzte Reise, der Barmstedter Klaus Helms über seine Schiffsjungenzeit und der Kieler Ernst Uwe Voege von einer wilden Odyssee im stürmischen Atlantik. Auf dem Halligschiff „Rungholt“ fuhr Markus Petersen zur See, und der Hamburger Hermann Berg lieferte auf Plattdeutsch ein lustiges Lob auf „De finnische Isbreeker“ ab. Besonders stolz ist Ex-Kapitän Luserke auch auf den Beitrag von Arved Fuchs aus Bad Bramstedt. Der schildert eine Reise mit seinem Kuttersegler „Dagmar Aaen“ zu den Aleuten im Nordmeer, „der Wiege der Stürme“. Über viele interessante Details über Land, Leute und Geschichte weiß der Abenteurer zu berichten. Nicht minder spannend ist Hans-Joachim Brauns „Unvergessliche Seereise in die DDR“, die an die bangen Zeiten hinter dem „eisernen Vorhang“ erinnert. Natürlich hat Peter-Michael Luserke zwei nette Geschichten hinzugefügt, über seine Zeit als „Moses“ und eine verpasste Liebe. Evo


Ostfriesen-Zeitung vom 27. Oktober 2006
Kein Seemannsgarn gesponnen. Von Ute Kabernagel. Die 13 hat es Peter-Michael Luserke angetan. Nach „Dreizehn tierische Geschichten” und „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste” hat der Kieler Kapitän a.D. jetzt „Dreizehn Kapitänsgeschichten” auf den Markt gebracht. Anders als bei den Vorgängern ist Luserke dieses Mal nicht alleiniger Autor. Für sein neues Buch hat er elf Kollegen angeheuert. Luserke selbst steuert zwei Geschichten bei. Mit dem Ziel, sowohl Seeleute wie auch Landratten zu unterhalten, haben die zwölf Kapitäne tief in den Schätzen ihrer Erinnerungen gegraben. Dabei gehört keiner von ihnen zu den Typen, die Seemannsgarn spinnen. Ihre Geschichten sind authentisch. Erzählt ohne verklärten Blick. Es geht zum Beispiel um Erlebnisse auf der Schiffsjungenschule auf Schloss Nehmten und um Gründe, aus denen sich junge Männer für die Seefahrt entschieden. Die Kapitäne berichten über erzwungene Weihnachten an Bord, über gefährliche Situationen auf hoher See und über skurrile Landgänge. Ein Autor erinnert sich an Sprachprobleme, die ihn fast den Kopf gekostet hätten. Ein anderer an sein Verhältnis zu einem Bootsmann, der in Emden aufs Schiff kam. „Dreizehn Kapitänsgeschichten” wirft Klischees über Bord. Bräute warten nicht in jedem Hafen, sondern haben sich längst einen anderen Mann gesucht. Kapitäne sind nicht immer gütige Vaterfiguren, blinde Passagiere keine spannenden Gäste. Sie sind Zeitverschwendung. Die Schiffe werden größer, die Besatzung schrumpft, und der Zusammenhalt an Bord leidet an einsamen Hobbys wie Musik hören und Videos gucken. Für sein neues Buch konnte Luserke unter anderem den Kapitän und Abenteurer Arved Fuchs sowie Kapitän Garrit Leemreijze gewinnen, der den Deutschen Seeschifffahrtstag im kommenden Jahr in Emden mitorganisiert. „Dreizehn Käpitänsgeschichten” ist geworden, was es sollte: ein Stück Seefahrtsgeschichte der Nachkriegszeit. Peter-Michael Luserke stellt das Buch am 8. Dezember ab 20 Uhr bei einer maritimen Weihnachtslesung in der Buchhandlung Hasbargen in Norden vor.

Brunsbütteler Zeitung vom 31. Oktober 2006
Lesenswertes für Landratten und Seebären. Von Dr. Michael Mahlstedt. Brunsbüttel: - Vier Bücher mit Seefahrtsgeschichten hat der ehemalige Kapitän Peter-Michael Luserke bisher veröffentlicht. Auf Einladung der Buchhandlung Schopf las er aus Ihnen jetzt erstmals in Brunsbüttel vor, im Hotel „Zur Traube“. Sein jüngstes Buch, erst seit einem halben Jahr auf dem Markt, heißt „Dreizehn Kapitänsgeschichten“. Die 13 ist offenbar die Glückszahl des schriftstellernden Seemanns, denn auch die Titel seiner anderen Bücher beginnen mit ihr: „Dreizehn Weihnachten auf See“, „Dreizehn Geschichten aus der Seekiste“ und „Dreizehn tierische Geschichten“. Sie alle verdanken ihre Entstehung einer erfreulichen und einer eher traurigen Tatsache. Die erfreuliche: Peter-Michael Luserke hat in den 36 Jahren seiner Seemannskarriere sehr viel erlebt. Die traurige: Er musste bereits mit Anfang 50 in den Ruhestand gehen, aus gesundheitlichen Gründen. Was tut man da, wenn man seine Pension aufbessern will und obendrein noch das Schriftstellerblut seines berühmten Opas Martin Luserke in sich spürt? Man schreibt. Und das Schreiben hat sich gelohnt. Denn entstanden sind hübsche, auch für Landratten lesenswerte Geschichten, deren besonderer Reiz auf ihrer Authentizität beruht, denn keine von ihnen ist frei erfunden. Allerdings stammen nicht alle 52 Texte, die in vier Büchern versammelt sind, von Luserke selber: Zum letzten Band, den „Dreizehn Kapitänsgeschichten“, hat er nur zwei eigene Erzählungen beigesteuert, während die anderen von Kapitänskollegen stammen. Unter ihnen ist auch ein so berühmter Mann wie der Abenteurer Arved Fuchs. Zu den schönsten Geschichten, die man im Hotel „Zur Traube“ zu hören bekam, gehört die Erzählung „Reise, Reise“ aus „Dreizehn Kapitänsgeschichten“. Ihr naiv–komischer Held ist der 16jährige Schiffsjunge Peter-Michael Luserke, der bei seiner ersten Hochseefahrt in allerlei kuriose Situationen gerät. Zum Beispiel, als er den 2. Offizier – so wie er es auf seinem früheren Schiff, einem gemütlichen Kümo, her gewohnt war – mit einem freundlichen „Moin Stürmann“ begrüßt, was ihm der Hierarchiebewusste Vorgesetze ziemlich übel nimmt. Noch schöner eine andere Episode: Jung Luserke erhält den Auftrag, den Kapitän zu wecken, und geht dabei mit solcher Lautstärke vor, dass der schlaftrunkene Käpt`n einen fürchterlichen Wut- und Tobsuchtanfall bekommt. Folge: Der übereifrige „Moses“ darf die nächste Reise nicht mehr mitmachen. Na ja, Kapitän ist er ja trotzdem geworden – und Schriftsteller noch dazu!

Ostfriesland Magazin - Dezember 2006
Authentische Geschichten. Kapitäne erzählen von Abenteuern an Bord. Wer das Leben an Bord kennt, wird seinen Spaß an „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ haben! Zwölf gestandene und bewährte Kapitäne, darunter auch der Herausgeber Peter-Michael Luserke sowie der Abenteurer Arved Fuchs, erzählen vom Leben an Bord in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg und lassen, allerdings häufig mit einem kleinen Augenzwinkern, keinen Zweifel daran, dass das Seemannsdasein seinerzeit fürwahr kein Zuckerschlecken war.

Schweriner Volkszeitung - 18. Dezember 2006
Dreizehn Kapitänsgeschichten: Von hoher See und aus den Häfen. Die Ostsee hat sich bei den Weltmeeren eingereiht: Der inzwischen vierte Band, in dem Kapitäne von hoher See und aus den vielen Häfen erzählen, enthält auch Geschichten, die bei uns vor der Haustür angesiedelt sind. So beschreibt Hans-Joachim Braun DDR–typisches Ungemach in Rostock. Und erstmals kommen zwei Männer zu Wort, die jahrelang bei der Deutschen Seereederei gefahren sind. Frank Gülzow erinnert sich an das Schwitzen und Angeln von Bord. Blinde Passagiere sind Michael Schmidts Thema, alles in der einfachen Sprache von Fahrensleuten aufgeschrieben. Passend zur Jahreszeit gibt es übrigens vom selben Autor „Dreizehn Weihnachten auf See“.

Sylter Spiegel - Nr. 51 vom 20. Dezember 2006
Vom Kapitän zum Geschichtensammler: Peter-Michael Luserke, 1944 in Weißenfels geboren und in Berlin aufgewachsen, fuhr 30 Jahre zur See, bevor er sich daran machte, ein Stück Seefahrtsgeschichte der Nachkriegszeit festzuhalten. In seinem neusten Buch „Dreizehn Kapitänsgeschichten“ kommt er nicht nur selbst zu Wort, sondern auch einige Kollegen. Zu den Autoren die Peter–Michael Luserke für sein Buchprojekt gewinnen konnte, gehören so berühmte wie der Abenteurer Arved Fuchs, der über „Die Wiege der Stürme“ erzählt, und unbekannte, wie der in Morsum auf Sylt geborene Boy Michelsen. Der Kapitän und spätere Seelotse berichtet hier von seiner letzten Reise, die von einer peinlichen Befragung durch das FBI gekrönt wurde.