Schleswiger Werkstötten eröffnen Kulturforum mit Lesung
Die WfB setzt auf "Berührungen"
Schleswiger Werkstätten eröffnen Kulturforum mit Lesung
 
Die Schleswiger Werkstätten im Mühlenredder 19 haben im vergangenen Jahr begonnen, sich auch mit Veranstaltungen einem erweiterten Kreis von Besuchern zu öffnen. Da konnte man sich bei den Konzerten mit der "Old Merry Tale Jazzband" und mit Gottfried Böttger sowie Comedy-Veranstaltungen mit Baumann und Clausen sowie Manfred Degen über ausverkaufte Häuser freuen. "Damit gehen wir neue Wege und es ist uns gelungen, durch dieses kulturelle auch sehr anspruchsvolle Angebot ein Publikum anzusprechen, das wir sonst nicht bei uns begrüßen können", so Einrichtungsleiter Günter Grubert, der damit auch eine Chance sieht, die Aufgaben und die Philosophie der Schleswiger Werkstätten den Menschen näherzubringen. "Nicht zu vergessen ist der integrative Gedanke im Hinblick auf die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen", sagt Günter Grubert, der bei den Veranstaltungen Unterstützung durch den Schleswiger Uwe Friedrichs erfährt.
Und eben jener Uwe Friedrichs wird nun am Donnerstag, 27. September 2007, ab 19.30 Uhr (Einlaß 19 Uhr), sein zweites Buch "Berührungen" vorstellen., dem eine CD des Schleswiger Musikers Pim Hoppe beiliegt. Diese Veranstaltung will man als Auftakt nutzen, um den Begriff Kulturforum in den Schleswiger Werkstätten fest zu installieren. "Diese Lesung passt optimal, denn das Wort Berührungen könnte zu einem Leitgedanken unserer Idee werden, sich einem breiten Spektrum zu öffnen", so Günter Grubert.
Pim Hoppe und Uwe Friedrichs (Bild links) kennen sich bereits seit einem Vierteljahrhundert. Die Musik hat sie zu Freunden gemacht. Und noch eines haben sie gemeinsam. "Wir sind Männer, die über Gefühle reden", sagt der Sänger Pim Hoppe. Gefühle, die sie auf Compact Disc oder zwischen Buchdeckel pressen lassen. Jetzt laufen die Gefühle unter dem Namen "Berührungen". Das Buch ist im verlageinundsiebzig in Plön erschienen und bereits nach "Schattenbilder" das zweite Werk von Uwe Friedrichs. Gereimtes und Ungereimtes in 32 Gedichten. Motto des Buchs: Die Menschen müssen emotional erreicht werden. Nach dem ersten Buch, in dem er Erlebnisse mit psychisch Kranken festhielt, meint er: "Jetzt geht es um die Gefühlswelt - und um helle und dunkle Seiten."
Pim Hoppe hat jahrelang Lieder von Rockgrößen gecovert, jetzt besinnt er sich auf seine eigene Kunst. Hochemotional sind alle seine Songs. "Ich singe von der Art zu lieben und zu trauern", sagt Pim Hoppe, der demnächst sein erstes Album herausbringen will. Der Wiener Schauspieler Franz Kratochwill wird die Texte von Uwe Friedrichs lesen, Pim Hoppe mit seiner Musik das Ganze natürlich emotional untermalen und begleiten.
Karten sind erhältlich bei der Buchhandlung Liesegang.
Erfa�t am: 11.09.2007 - 13:30 Uhr